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Hier finden Sie Erläuterungen zu den Fachbegriffen der Themen:

Factoring

AbtretungsvermerkAufklappenZuklappen

Der Factoring-Kunde erstellt seinem Abnehmer eine Rechnung für die Lieferung von Waren oder Dienstleistungen, die eine Anzeige über die Abtretung der Forderung zugunsten des Factors beinhaltet und den Abnehmer (Debitor) verpflichtet, auf das vom Factor angegebene Konto zu zahlen. Beim stillen Factoring wird auf den Abtretungsvermerk verzichtet.

AnbietungspflichtAufklappenZuklappen

Der Factoring-Kunde verpflichtet sich, dem Factor sämtliche zukünftig entstehenden Forderungen aus Lieferung und Leistung, oder auch nur bestimmte Teile hiervon (Ausschnittsfactoring), zum Ankauf anzubieten.

AnkaufAufklappenZuklappen

Beim Factoring werden Forderungen aus Lieferung und Leistung von einem Factor angekauft. Der Factoring-Kunde erhält dafür einen Kaufpreis.

AusfallrisikoAufklappenZuklappen

Wird ein Schuldner (Debitor) zahlungsunfähig, können Forderungen ganz oder teilweise ausfallen. Dieses Risiko bezeichnet man als Ausfallrisiko.

AusfallschutzAufklappenZuklappen

Im Rahmen des Factorings übernimmt der Factor in der Regel das Ausfallrisiko regresslos zu hundert Prozent (Delkredere).

AusschnittsfactoringAufklappenZuklappen

Wenn ein Factoring-Kunde nicht alle Forderungen aus Lieferung und Leistung verkaufen will, sondern nur einen Teil, spricht man von Ausschnittsfactoring. In diesem Fall wird Factoring nur für einen definierten Ausschnitt aus dem Geschäft, also nur für bestimmte Abnehmergruppen vereinbart.

AußenständeAufklappenZuklappen

Die noch nicht fälligen Forderungen eines Unternehmens nennt man auch Außenstände. Sie stellen wirtschaftlich gesehen „totes Kapital“ dar, das man mit Hilfe von Factoring in Liquidität umwandeln kann.

AuszahlungAufklappenZuklappen

Im Rahmen des Forderungsankaufs zahlt der Factor dem Factoring-Kunden zunächst 80 bis 90 Prozent des Rechnungsbetrags aus. Die Restsumme dient als Sicherheitseinbehalt für eventuelle Skonti oder Gutschriften und wird überwiesen, sobald der Abnehmer (Debitor) die Rechnung beim Factor beglichen hat oder der Forderungsausfall eingetreten ist.

BankauskunftAufklappenZuklappen

Eine Bankauskunft von Kreditinstituten enthält Informationen, die für die Einschätzung der Bonität des Angefragten  benötigt werden.

BilanzverkürzungAufklappenZuklappen

Beim Factoring werden die Forderungen aus Lieferung und Leistung an den Factor verkauft. Sie werden also von der Bilanz des Factoring-Kunden auf die Bilanz des Factors übertragen. Im Gegenzug erhält der Factoring-Kunde Liquidität. Nutzt er diese zum Abbau von Bank- oder Lieferantenverbindlichkeiten, verkürzt sich seine Bilanz. Das führt zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote, eine der wichtigsten Bilanzkennzahlen zur Beurteilung der Bonität eines Unternehmens. Eine hohe Eigenkapitalquote wirkt sich positiv auf das Rating aus und erleichtert Kreditverhandlungen mit Banken.

BonitätAufklappenZuklappen

Bonität bedeutet Kreditwürdigkeit. Bei der Bonitätsbeurteilung wird die Zahlungsfähigkeit von natürlichen oder juristischen Personen analysiert. Je besser die Bonität, desto einfacher ist es, einen Kredit aufzunehmen.

DebitorAufklappenZuklappen

Debitor ist eine andere Bezeichnung für Schuldner. Beim Factoring wird der Abnehmer des Factoring-Kunden auch als Debitor bezeichnet. Er hat vom Factoring-Kunden eine Ware oder Dienstleitung erhalten und schuldet ihm dafür Geld.

DebitorenbenachrichtigungAufklappenZuklappen

Beim offenen Factoring wird der Debitor in der Regel im Zuge der Rechnungsstellung informiert, dass die Forderung an den Factor abgetreten wurde. Mit dieser Benachrichtigung wird der Debitor aufgefordert, künftig nur noch auf das Konto des Factors zu zahlen.

DebitorenbuchhaltungAufklappenZuklappen

Die Debitorenbuchhaltung umfasst die Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge, die ein Factoring-Kunde von seinen Abnehmern (Debitoren) erwartet.

DebitorenlimitAufklappenZuklappen

Der Factor setzt ein Limit fest, bis zu dem Forderungen eines bestimmten Abnehmers (Debitors) angekauft werden. Bis zu diesem Debitorenlimit übernimmt der Factor in der Regel das komplette Ausfallrisiko. Forderungen eines Abnehmers, die das Limit überschreiten, werden vom Factor treuhänderisch verwaltet. Die Prüfung des Limits erfolgt auf Antrag des Factoring-Kunden. Das Debitorenlimit wird auf der Basis bank- und kreditversicherungsüblicher Kriterien festgelegt.

DebitorenmanagementAufklappenZuklappen

Im Rahmen des Factorings übernimmt der Factor in der Regel das Debitorenmanagement der Factoring-Kunden. Dazu gehören sowohl die Debitorenbuchhaltung als auch das Mahn- und Inkassowesen. Beim echten Factoring wird außerdem regelmäßig die Bonität der Debitoren überprüft.

DelkredereAufklappenZuklappen

Delkredere bezeichnet die Haftung des Factors für die teilweise oder vollständige Übernahme des Ausfallrisikos einer Forderung aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Debitors.

Delkredere-SchutzAufklappenZuklappen

Im Rahmen des Debitorenlimits ist der Factoring-Kunde vor dem Forderungsausfall aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Debitors geschützt.

Eigentumsvorbehalt, verlängerterAufklappenZuklappen

Lieferanten behalten sich oft das Eigentum an der von ihr gelieferten Ware vor, bis der komplette Kaufpreis gezahlt ist. Der Abnehmer darf die gelieferte Ware nur weiterverkaufen, wenn er dem Lieferanten die Zahlungsansprüche gegen Dritte, die aus dem Weitererkauf resultieren, im Voraus an den Lieferanten abtritt

FactorAufklappenZuklappen

Der Factoring Anbieter wird Factor genannt. Der Factor kauft Forderungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an. Die führenden Factoring Anbieter Deutschlands sind im Deutschen Factoring-Verband vertreten.

FactoringAufklappenZuklappen

Factoring ist eine moderne Finanzdienstleistung zur Umsatzfinanzierung. Beim Factoring verkauft der Kunde Geldforderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen an den Factor. Der Factor zahlt seinem Kunden dafür einen Kaufpreis, der sich an der Höhe der Forderungen orientiert. Der Abnehmer (Debitor), dessen Forderung im Rahmen des Factorings an den Factor abgetreten wurde, begleicht seine Rechnung direkt beim Factor. Factoring bietet den Kunden Liquidität, Delkredereschutz und Dienstleistung.

Factoring (Echtes)AufklappenZuklappen

Von Echtem Factoring spricht man, wenn der Factor die Forderungen im Rahmen von eingeräumten Debitorenlimiten regresslos ankauft. Das heißt, der Factor übernimmt das komplette Ausfallrisiko und hat kein Rückgriffsrecht auf den Factoring-Kunden. Im Gegensatz dazu steht das Unechte Factoring, bei dem der Kunde keinen Delkredereschutz genießt.

Factoring (Offenes)AufklappenZuklappen

Beim Offenen Factoring werden die Abnehmer des Factoring-Kunden über den Forderungsverkauf informiert. Offenes Factoring ist die vorherrschende Factoring Form in Deutschland. Im Gegensatz dazu steht Stilles Factoring.

FactoringgebührAufklappenZuklappen

Der Factor stellt für seine Dienstleistung eine Factoringgebühr in Rechnung. Die Höhe der Factoringgebühr richtet sich nach Risiko und Arbeitsaufwand und liegt in der Regel zwischen 0,5 und 3 Prozent des Bruttoumsatzes der angekauften Forderungen. Die Factoringgebühr ist der Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des Debitorenmanagements.

Standard-FactoringAufklappenZuklappen

Zum Standard-Factoring in Deutschland gehören die umsatzkongruente Finanzierung der angekauften Forderungen, der Schutz vor Forderungsausfall und die Entlastung beim Debitorenmanagement.

Factoring-KundeAufklappenZuklappen

Factoring-Kunde ist der Forderungsverkäufer.

Factoring-VertragAufklappenZuklappen

Der Factor schließt mit seinem Kunden einen Factoring-Vertrag ab. Der Vertrag regelt die Rechte und Pflichten von Factor und Factoring-Kunde. Im Factoring-Vertrag werden unter anderem die Anbietungspflicht für Forderungen, die Ankaufspflicht des Factors im Rahmen vereinbarter Debitorenlimite sowie die Haftung des Factoring-Kunden für den rechtlichen Bestand der Forderungen geregelt.

FälligkeitAufklappenZuklappen

Dieser juristische Fachbegriff definiert, ab welchem Zeitpunkt ein Gläubiger seinen Anspruch gegen einen Schuldner geltend machen kann. Beim Factoring zahlt der Abnehmer (Schuldner) seine Rechnung bei Fälligkeit an den Factor. Die Fälligkeit ist in der Regel vertraglich geregelt, kann sich aber auch aus den Umständen ergeben.

ForderungAufklappenZuklappen

Juristisch gesehen ist eine Forderung ein schuldrechtlicher Anspruch. Der Factoring-Kunde hat in seiner Bilanz Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen. Das bedeutet, seine Abnehmer schulden ihm noch die Bezahlung.

ForderungsabtretungAufklappenZuklappen

Die Forderungsabtretung ist in § 398 BGB geregelt. Danach wird eine Forderung von einem Gläubiger („Zedent“) auf einen anderen Gläubiger („Zessionar“) übertragen. Beim Factoring wird die Forderungsabtretung im Factoring-Vertrag geregelt. Der Factoring-Kunde ist dabei der Zedent und der Factor der Zessionar.

ForderungsausfallAufklappenZuklappen

Von einem Forderungsausfall spricht man, wenn ein Debitor seine Rechnung nicht begleicht und eine Vollstreckung in sein Vermögen erfolglos bleibt. Beim Factoring übernimmt in der Regel der Factor das Risiko des Forderungsausfalls innerhalb vereinbarter Debitorenlimite.

ForderungslaufzeitAufklappenZuklappen

Die Zeit von der Rechnungsstellung bis zum Eingang der Zahlung nennt man Forderungslaufzeit. Sie ist in der Regel länger als das vereinbarte Zahlungsziel.

Full-Service-FactoringAufklappenZuklappen

In Deutschland ist Full-Service-Factoring der Standard. Zu den Leistungen siehe Standard-Factoring.

Funktion des FactoringsAufklappenZuklappen

Die wichtigsten Funktionen des Factorings sind:
•    Bessere Liquidität
•    Umsatzgerechte Finanzierung
•    Schutz vor Forderungsausfällen
•    Entlastung beim Debitorenmanagement

GläubigerAufklappenZuklappen

Der Gläubiger hat einen Anspruch auf Erbringung einer Leistung oder Zahlung einer Forderung gegen einen Schuldner. Der Factoring-Kunde ist der Gläubiger seiner Abnehmer, die ihm die Zahlung der Rechnung schulden.

GlobalzessionAufklappenZuklappen

Werden sämtliche gegenwärtige und zukünftige Forderungen abgetreten, spricht man von einer Globalzession.

Inhouse-FactoringAufklappenZuklappen

Beim Inhouse-Factoring führt der Factoring-Kunde das Debitorenmanagement weiterhin selbst. Er nutzt beim Factoring vor allem die Liquidität und den Ausfallschutz.

InkassoAufklappenZuklappen

Inkasso ist ein Teilbereich des Debitorenmanagements und umfasst den Einzug der Forderungen. Beim Factoring übernimmt in der Regel der Factor das Inkasso gemeinsam mit den anderen Funktionen des Debitorenmanagements.

KaufpreisAufklappenZuklappen

Im Rahmen des Forderungsankaufs zahlt der Factor seinem Kunden einen Kaufpreis. Der Kaufpreis entspricht dem Brutto-Rechnungsbetrag der angekauften Forderung abzüglich Skonti, Boni, Rabatten oder sonstiger von Abnehmer (Debitor) geltend gemachter Abzüge.

KaufpreiseinbehaltAufklappenZuklappen

Der Factor behält in der Regel zunächst 10 bis 20 Prozent des angekauften Forderungsbetrags ein. Mit diesem Betrag sollen eventuelle Mängeleinreden der Debitoren, Aufrechnungen, Boni, Skonti, Rabatte oder andere Abzüge sowie Kosten für die Dienstleistung des Factors abgedeckt werden. Sobald der Abnehmer seine Rechnung begleicht, spätestens aber bei Eintritt eines Forderungsausfalls, wird der zunächst einbehaltene Betrag unverzüglich an den Factoring-Kunden ausgezahlt.

KonzentrationsklauselAufklappenZuklappen

Die Konzentrationsklausel gibt vor, wie hoch der Anteil eines einzelnen Debitors im Verhältnis zum Gesamtbestand der Forderungen eines Factoring-Kunden sein darf.

Kosten des FactoringsAufklappenZuklappen

Die Factoring Kosten setzen sich aus den Finanzierungszinsen und der Factoringgebühr zusammen. Außerdem können weitere Kosten, zum Beispiel für die Bonitätsprüfung der Debitoren, entstehen.

KreditversicherungAufklappenZuklappen

Eine Kreditversicherung schützt vor dem Forderungsausfall eines Debitors. Im Gegensatz zum Factoring wird bei Abschluss einer Kreditversicherung das Ausfallrisiko in der Regel nicht zu einhundert Prozent abgedeckt.

MahnwesenAufklappenZuklappen

Das Mahnwesen ist Teil des Debitorenmanagements und befasst sich mit der Erfassung und Verwaltung offener, fälliger Forderungen eines Unternehmens gegenüber seinen Debitoren. Beim Factoring wird das Mahnwesen in der Regel vom Factor übernommen.

Nutzen des FactoringsAufklappenZuklappen

Unternehmen, die Factoring nutzen, haben viele Vorteile:
•    Bessere Liquidität durch Abbau der Außenstände
•    Bedarfsgerechte Umsatzfinanzierung
•    Schutz vor Zahlungsausfällen
•    Einsparungen beim Einkauf durch Skonti und Rabatte
•    Entlastung beim Debitorenmanagement
•    Laufende Bonitätskontrolle der Debitoren
•    Stärkere Kundenbindung durch Vereinbarung längerer Zahlungsziele
•    Verbesserte Bilanzstruktur und damit verbunden höhere Bonität, was zu besseren Finanzierungsmöglichkeiten führt

Offene-Posten-ListeAufklappenZuklappen

Die Offene-Posten-Liste („OP-Liste“) ist eine Übersicht über gestellte, aber noch nicht bezahlte Rechnungen eines Unternehmens. Sie listet die Fälligkeitsdaten jeder einzelnen Rechnung auf. Der Factor nutzt die OP-Liste eines Factoring-Kunden als Informations- und Kontrollinstrument.

RatingAufklappenZuklappen

Ratingagenturen und Kreditinstitute analysieren vor der Kreditvergabe die Bonität und damit die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kreditnehmers. Diese Ausfallwahrscheinlichkeit wird mit Hilfe eines Ratings ausgedrückt. Auch bei der Bonitäts-Beurteilung von Factoring-Kunden und deren Debitoren werden Ratings eingesetzt.

Reverse-FactoringAufklappenZuklappen

Beim Reverse-Factoring geht die Initiative vom Abnehmer von Waren oder Dienstleistungen aus. In diesem Fall bezahlt der Factor die Rechnung seines Kunden. Der Reverse-Factoring-Kunde vereinbart mit dem Factor ein individuelles Zahlungsziel. Reverse-Factoring ist für die Einkaufsseite eines Unternehmens interessant, wenn es dadurch von Skonti und Rabatten profitieren kann.

RisikoübernahmeAufklappenZuklappen

Bei der Risikoübernahme im Rahmen des Factorings übernimmt der Factor das Ausfallrisiko, beziehungsweise den Delkredereschutz.

SicherheitseinbehaltAufklappenZuklappen

Der Factor behält in der Regel zunächst 10 bis 20 Prozent des angekauften Forderungsbetrags ein. Mit diesem Betrag sollen eventuelle Mängeleinreden der Debitoren, Aufrechnungen, Boni, Skonti, Rabatte oder andere Abzüge abgedeckt werden. Sobald der Abnehmer seine Rechnung begleicht, spätestens aber bei Eintritt eines Forderungsausfalls, wird der zunächst einbehaltene Betrag unverzüglich an den Factoring-Kunden ausgezahlt.

VeritätshaftungAufklappenZuklappen

Der Factoring-Kunde haftet dem Factor gegenüber für den rechtlichen Bestand der Forderung, also dafür dass die verkaufte Forderung tatsächlich besteht.

WachstumsfinanzierungAufklappenZuklappen

Factoring ist eine Form der umsatzkongruenten Finanzierung. Bei steigenden Umsätzen nimmt innerhalb vereinbarter Debitorenlimite auch der Umfang der Forderungsverkäufe zu. Somit hilft Factoring bei der Wachstumsfinanzierung von Unternehmen.

ZahlungszieleAufklappenZuklappen

Lieferanten gewähren Ihren Abnehmern Zahlungsziele. Diese Lieferantenkredite können im Rahmen des Factorings verkauft werden.

LEASING

Abnahmebestätigung/ AbnahmeerklärungAufklappenZuklappen

Sobald der Leasing-Nehmer das Objekt erhält, muss er es unverzüglich auf Mängel, Vollständigkeit und Übereinstimmung mit dem Kaufvertrag untersuchen. Mit der Abnahmebestätigung zeigt er das Ergebnis sowohl dem Lieferanten als auch dem Leasing-Geber schriftlich an. Mit der Abnahmebestätigung beginnt die Laufzeit des Leasingvertrages.

AbschlussgebührenAufklappenZuklappen

Entstehen vor Vertragsbeginn hohe Kosten, zum Beispiel für eine individuelle Vertragskonzeption, können diese mit einer Abschlussgebühr abgegolten werden.

AbschlusszahlungenAufklappenZuklappen

Kündigt ein Leasing-Nehmer einen kündbaren Leasingvertrag, werden Abschlusszahlungen fällig. Diese Abschlusszahlungen werden zu Vertragsbeginn im Leasingvertrag gestaffelt nach Kündigungsterminen festgelegt. Der Leasing-Geber bleibt auch nach der Abschlusszahlung Eigentümer des Leasing-Objekts.

AbschreibungszeitAufklappenZuklappen

Investitionsgüter unterliegen der technischen, wirtschaftlichen und zeitlich bedingten Abnutzung. Das heißt, sie können nur für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden. Die Abnutzung von Investitionsgütern des Anlagevermögens kann über Abschreibungen steuerlich geltend gemacht werden. Die Abschreibungszeit ist in den amtlichen AfA-Tabellen ("Absetzung für Abnutzung") festgelegt und orientiert sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer eines Objekts. Wird ein Wirtschaftsgut besonders intensiv genutzt, zum Beispiel durch Mehrschichtbetrieb, kann die Nutzungsdauer gegenüber den AfA-Tabellen verkürzt werden. Die Laufzeit eines Leasingvertrages orientiert sich an der betriebsindividuell festgestellten Nutzungsdauer (40 %-/90 %-Regel).

Absetzung für Abnutzung (AfA)AufklappenZuklappen

Absetzung für Abnutzung (AfA) ist ein steuerlicher Begriff für Abschreibungen, die die Abnutzung von Anlagegütern betreffen. Abschreibung ist der Oberbegriff für alle Wertabsetzungen in der Bilanz. AfA bezieht sich hingegen nur auf abnutzbare Anlagegüter, die über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr zur Erzielung von Einkünften verwendet werden.

Aktivierung / aktivierenAufklappenZuklappen

Bei einem Standard-Leasingvertrag wird das Leasing-Objekt wirtschaftlich, rechtlich und steuerlich dem Leasing-Geber zugerechnet. Deshalb aktiviert der Leasing-Geber das Objekt in seiner Bilanz und schreibt es nach den steuerlichen Richtlinien ab. Beim Leasing-Nehmer erfolgt somit keine Aktivierung.

Amortisation / amortisierenAufklappenZuklappen

Unter Amortisation versteht man die Rückführung von Investitionsausgaben. Eine Investition hat sich amortisiert, wenn die daraus resultierenden Erträge die Anschaffungskosten ausgleichen. Beim Leasing unterscheidet man zwischen Vollamortisationsverträgen (VA) und Teilamortisationsverträgen (TA). Bei der Teilamortisation reichen die vereinbarten Leasingraten nicht aus, um die Gesamtkosten des Leasing-Gebers abzudecken. Die Vollamortisation am Ende der Vertragslaufzeit wird dann beispielsweise durch eine Restwertgarantie des Leasing-Nehmers oder ein Andienungsrecht des Leasing-Gebers erreicht. Bei einem kündbaren Leasingvertrag (Variante eines TA-Vertrages) muss der Leasing-Nehmer bei Kündigung eine Abschlusszahlung leisten, um die Vollamortisation sicherzustellen.

AndienungsrechtAufklappenZuklappen

Bei Teilamortisationsverträgen zahlt der Leasing-Nehmer mit seinen Leasingraten nur einen Teil der Anschaffungskosten des Leasing-Objektes. Deshalb wird in vielen Leasingverträgen ein Andienungsrecht vereinbart. Danach ist der Leasing-Nehmer verpflichtet, das Leasing-Objekt zum noch nicht amortisierten Restwert zu kaufen, ohne dass er seinerseits einen Anspruch darauf hat, den Gegenstand zu erwerben.

AnschaffungskostenAufklappenZuklappen

Die Anschaffungskosten bestehen in der Regel aus dem Kaufpreis für das Investitionsobjekt und den Nebenkosten für Lieferung und Montage. Sie bilden die Grundlage für die Berechnung der Leasingraten und für die Aktivierung bei der Leasinggesellschaft.

Anschluss-Leasing-VertragAufklappenZuklappen

Läuft ein Leasingvertrag ab, kann ein Anschlussvertrag abgeschlossen werden. Die Basis für die Berechnung der Leasingraten bildet bei Teilamortisationsverträgen mindestens der noch nicht amortisierte Restwert und bei Vollamortisationsverträgen der Restbuchwert oder der niedrigere Marktwert. Für die Laufzeit des Anschlussvertrages wird die Rest-AfA-Zeit als Orientierung zugrunde gelegt.

Basel II / Basel IIIAufklappenZuklappen

Basel II / Basel III werden die Eigenkapitalanforderungen an Kreditinstitute genannt, die ein internationales Gremium von Bankenaufsichtsbehörden und Notenbanken in Basel erarbeitet. Bei den neuen Regelungen geht es vor allem darum, dass sich das Mindestkapital an den individuellen Risiken der jeweiligen Bank orientiert. Die Risiken werden aufgrund von Ratings bewertet, die die Bank für alle Kreditnehmer ermittelt. Da sich Leasing in der Regel positiv auf die Bilanzstruktur und damit auf das Rating des Leasing-Nehmers auswirkt, haben Unternehmen, die leasen, oft bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Leasinggesellschaften unterliegen hingegen nicht den Regeln von Basel II / Basel III.

BesitzAufklappenZuklappen

Besitz bezeichnet die tatsächliche Herrschaft über Sachen oder Rechte. Der Besitzer darf über die Objekte nur im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Eigentümer verfügen.
Der Leasing-Nehmer ist der Besitzer des Leasing-Objekts, während der Leasing-Geber in der Regel Eigentümer ist. Alle Einzelheiten, wie der Leasing-Nehmer das Leasing-Objekt nutzen kann und welche Pflichten er hat, sind im Leasingvertrag regelt.

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (Afa-Zeit)AufklappenZuklappen

Investitionsgüter unterliegen der technischen, wirtschaftlichen und zeitlich bedingten Abnutzung. Das heißt, sie können nur für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist die Basis für die Festlegung der Abschreibungszeit. Die Abschreibungszeit ist in den amtlichen AfA-Tabellen ("Absetzung für Abnutzung") festgelegt. Wird ein Wirtschaftsgut besonders intensiv genutzt, zum Beispiel durch Mehrschichtbetrieb, kann die Nutzungsdauer gegenüber den AfA-Tabellen verkürzt werden. Die Laufzeit eines Leasingvertrages orientiert sich an der betriebsindividuell festgestellten Nutzungsdauer (40 %-/90 %-Regel).

Degressiver RatenverlaufAufklappenZuklappen

Bei einem degressiven Ratenverlauf nehmen die Leasingraten während der Vertragslaufzeit ab. Beim Mobilienleasing wird das in gewissen Grenzen auch steuerlich anerkannt.

Dienstwagen/Firmenwagen-LeasingAufklappenZuklappen

Dienstwagen werden häufig im Rahmen von Full-Service oder Flottenverträgen geleast. Wird der Dienstwagen vom Unternehmer oder Arbeitnehmer auch privat genutzt, dann unterliegt das der Einkommensteuerpflicht und zwar unabhängig davon, ob das Fahrzeug gekauft oder geleast wurde.

Direktleasing/DirektvertriebAufklappenZuklappen

Beim Direktleasing stellt die Leasinggesellschaft selbst den Kontakt zum Kunden her und bietet Leasing als Finanzierungsalternative an. Im Rahmen des Leasingvertrages tritt die Leasinggesellschaft in den Kaufvertrag oder die Bestellung des Kunden ein. Im Gegensatz dazu steht das Hersteller-/Händler-Leasing.

DreiecksverhältnisAufklappenZuklappen

Im Leasingvertrag werden die Rechte und Pflichten von drei Parteien geregelt:
•    Hersteller, Händler beziehungsweise Lieferant
•    Leasinggesellschaft
•    Leasing-Nehmer
Jeder steht mit jedem in rechtlicher und wirtschaftlicher Beziehung.

Eigentum / Wirtschaftliches EigentumAufklappenZuklappen

Das zivilrechtliche Eigentum basiert auf den Bestimmungen des BGB. Von wirtschaftlichem Eigentum spricht man, wenn jemand die tatsächliche Herrschaft über ein Wirtschaftsgut in der Weise ausübt, dass er den zivilrechtlichen Eigentümer für die gewöhnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut ausschließen kann. Für steuerliche Zwecke wird das Wirtschaftsgut dem wirtschaftlichen Eigentümer zugerechnet. Bei Standard-Leasingverträgen liegt sowohl das wirtschaftliche als auch das zivilrechtliche Eigentum beim Leasing-Geber.

Eintritt in die BestellungAufklappenZuklappen

Hat der Leasing-Nehmer das Leasing-Objekt bereits vor Abschluss eines Leasingvertrages beim Lieferanten bestellt, dann tritt der Leasing-Geber nach Vertragsabschluss in die Bestellung ein. Damit übernimmt er alle Rechte und Pflichten aus dem Kaufvertrag mit dem Lieferanten. Der Eintritt in die Bestellung setzt die Zustimmung des Lieferanten voraus.

ElektronikversicherungAufklappenZuklappen

Ehemals Schwachstromversicherung genannt, wird diese Versicherung heute vor allem für IT-Systeme und Bürokommunikationsgeräte abgeschlossen. Viele Leasinggesellschaften bieten diese Versicherung im Rahmen von Leasingverträgen zu günstigen Konditionen an.

Finanzierungs-LeasingAufklappenZuklappen

Von Finanzierungs-Leasing spricht man, wenn die Grundmietzeit für das Leasing-Objekt kürzer ist als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und der Leasingvertrag auf Vollamortisation ausgerichtet ist. Entspricht der Leasingvertrag den Leasing-Erlassen, wird das Leasing-Objekt beim Leasing-Geber bilanziert.

GAP-VersicherungAufklappenZuklappen

Diese Versicherung wird hauptsächlich im Fahrzeug-Leasing angeboten. Sie deckt die Differenz (englisch: gap) zwischen Ablösewert und Wiederbeschaffungswert des Leasing-Objektes, zum Beispiel nach Diebstahl oder Totalschaden, ab.

GesamtinvestitionskostenAufklappenZuklappen

Die Leasingraten werden auf Basis der Gesamtinvestitionskosten berechnet. Sie bestehen aus den Anschaffungskosten und eventuellen Nebenkosten.

GewährleistungsansprücheAufklappenZuklappen

Da der Leasing-Geber in den Kaufvertrag für das Leasing-Objekt eingetreten ist, erwirbt er damit auch die Gewährleistungsansprüche gegenüber dem  Lieferanten. Diese tritt er an den Leasing-Nehmer ab. Der Leasing-Nehmer ist deshalb verpflichtet, bei Mängeln  seine Gewährleistungsansprüche direkt beim Lieferanten geltend zu machen. Die Leasingraten muss er währenddessen weiterzahlen.

Grundmietzeit (Grund-Leasing-Zeit)AufklappenZuklappen

Während der Grundmietzeit, auch Grund-Leasing-Zeit genannt, kann der Leasingvertrag von keiner Partei gekündigt werden. Bei Standard-Leasingverträgen darf die Grundmietzeit 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasing-Objektes nicht übersteigen und 40 % nicht unterschreiten. Näheres regeln die Leasing-Erlasse.

Hersteller-Leasing / Händler-LeasingAufklappenZuklappen

Beim Hersteller- oder Händler-Leasing wird Leasing direkt vom Hersteller oder Fachhändler als Absatzfinanzierung angeboten. Im Gegensatz dazu steht das Direktleasing.

InvestitionszulageAufklappenZuklappen

In Deutschland gibt es in manchen Fördergebieten Investitionszulagen, die in der Regel jedoch nur vom Eigentümer beantragt werden dürfen. Wenn der Leasing-Nehmer eine Investitionszulage beantragen möchte, dann wird in der Regel eine Leasing-Variante gewählt, bei der das wirtschaftliche Eigentum dem Leasing-Nehmer zugerechnet wird.

InvestitionszuschüsseAufklappenZuklappen

Wenn ein Leasing-Objekt förderfähig ist, dann können unter bestimmten Voraussetzungen auch Zuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern gewährt werden. Je nachdem, welche Voraussetzungen für die Gewährung von Investitionszuschüssen bestehen, kann das Leasing-Objekt sowohl beim Leasing-Nehmer als auch beim Leasing-Geber aktiviert werden.

Kalkulatorische LaufzeitAufklappenZuklappen

Die Leasingraten werden auf Basis einer kalkulatorischen Laufzeit berechnet. Bei Leasingverträgen mit Kündigungsrecht kann der Leasing-Nehmer den Vertrag schon vor Ablauf der kalkulatorischen Laufzeit kündigen. In diesem Fall muss der Leasing-Nehmer eine Abschlusszahlung leisten. Die Kündigungstermine und die Höhe der Abschlusszahlungen werden vorab vertraglich festgelegt. Der erste Kündigungstermin liegt in der Regel frühestens bei 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

KaufoptionAufklappenZuklappen

Bei Vollamortisationsverträgen kann dem Leasing-Nehmer ein Optionsrecht eingeräumt werden, das Leasing-Objekt zu vorher festgelegten Bedingungen nach Ablauf der Grundmietzeit zu kaufen. Der Optionspreis beträgt dabei mindestens dem Restbuchwert bei linearer AfA oder dem gegebenenfalls niedrigeren Zeitwert zum Ende der Grundmietzeit.

Kilometer-LeasingvertragAufklappenZuklappen

Bei einem Kilometer-Leasingvertrag werden die Vertragslaufzeit, eine kalkulatorische Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs und die Leasingrate vereinbart. Wird die Laufleistung unterschritten, erhält der Leasing-Nehmer eine Vergütung pro 1.000 Kilometer Minderleistung. Überschreitet der Leasing-Nehmer die vereinbarte Laufleistung, muss er in der Regel einen Aufpreis zahlen. Nach Vertragsablauf wird das Fahrzeug an den Leasing-Geber zurückgegeben, der sowohl das Verwertungsrisiko als auch das Restwertrisiko trägt. Der Leasing-Nehmer muss das Fahrzeug während der Vertragslaufzeit in ordnungsgemäßem Zustand halten. Andernfalls ist er verpflichtet, einen Ausgleich für den zustandsbedingten Fahrzeugminderwert zu zahlen.

Laufzeit des Leasing-VertragesAufklappenZuklappen

Die Laufzeit des Leasingvertrages richtet sich nach der betrieblichen Nutzung. Bei der Festlegung der Laufzeit müssen auch Leasing-Erlasse berücksichtigt werden.

Leasing (Herkunft)AufklappenZuklappen

Das Produkt Leasing stammt aus den USA und ist eine besondere Form der Nutzungsüberlassung. Auf Englisch bedeutet „to lease“ vermieten.

Leasing VorteileAufklappenZuklappen

Als alternative Finanzierungsform bringt Leasing viele Vorteile:
•    Liquiditätsspielräume: Der Leasing-Nehmer investiert ohne Einsatz von Eigenkapital oder Ausweitung des Fremdkapitals.
•    Planungssicherheit: Der Leasing-Nehmer zahlt überschaubare Leasingraten nach dem „Pay-as-you-earn-Prinzip“.
•    Flexibilität: Leasingverträge können an die Auftragslage des Unternehmens angepasst werden.
•    Positive Bilanzeffekte: Da das Leasing-Objekt beim Leasing-Geber aktiviert wird, bleibt die Eigenkapitalquote unverändert. Das ist ein wichtiger Faktor für die Bonitätsbewertung bei Banken und Ratingagenturen.
•    Steuervorteile: Leasingraten sind als Betriebsausgaben steuerlich voll abzugsfähig. Außerdem entfallen investitionsbezogene Steuern.

Leasing-ErlasseAufklappenZuklappen

Die vom Bundesministerium der Finanzen im Wege von Verwaltungsanweisungen veröffentlichten Leasing-Erlasse regeln, ob das wirtschaftliche Eigentum eines Leasing-Objekts dem Leasing-Geber oder dem Leasing-Nehmer zugerechnet wird. Die Leasing-Erlasse bilden damit die steuerrechtliche Grundlage für das Leasing-Geschäft in Deutschland. Die bislang veröffentlichten Leasing-Erlasse sind:
- Vollamortisations-Erlass Mobilien-Leasing vom 19.04.1971
- Vollamortisations-Erlass Immobilien-Leasing vom 21.03.1972
- Teilamortisations-Erlass Mobilien-Leasing vom 22.12.1975
- Teilamortisations-Erlass Immobilien-Leasing vom 23.12.1991

Leasing-GeberAufklappenZuklappen

Die Leasinggesellschaft ist der Leasing-Geber. Sie ist der zivilrechtliche und wirtschaftliche Eigentümer des Leasing-Objekts. Deshalb wird das Leasing-Objekt dem Leasing-Geber steuerlich zugerechnet und in dessen Bilanz aktiviert.

Leasing-NehmerAufklappenZuklappen

Der Leasing-Nehmer ist der Kunde der Leasinggesellschaft. Er möchte in das Leasing-Objekt investieren und wählt Leasing als Finanzierungsalternative. Leasing-Nehmer können sowohl Unternehmen als auch Verbraucher oder die öffentliche Hand sein.

Leasing-ObjektAufklappenZuklappen

Das Leasing-Objekt ist Gegenstand des Leasingvertrages. Bei Leasing-Objekten unterscheidet man zwischen Mobilien, Immobilien und immateriellen Wirtschaftsgütern.

LeasingratenAufklappenZuklappen

Der Leasing-Nehmer zahlt regelmäßige Leasingraten an den Leasing-Geber und amortisiert so die Investitionskosten, die vom Leasing-Geber übernommen wurden. Leasingraten können einen progressiven oder degressiven Ratenverlauf haben und damit an die Einnahmen aus der Investition angepasst werden („pay as you earn“).

Leasing-RechnungAufklappenZuklappen

Die Leasinggesellschaft stellt zu Beginn der Vertragslaufzeit eine Leasing-Rechnung, in der die zukünftig fälligen Leasingraten aufgeführt sind. Die Leasing-Rechnung kann auch Teil des Leasingvertrages sein.

Leasing-SonderzahlungAufklappenZuklappen

Leasing-Sonderzahlungen kommen häufig im (privaten) Kfz-Leasing vor. Der Leasing-Nehmer leistet die Sonderzahlung zu Beginn des Leasingvertrages zusammen mit der ersten Leasingrate. Dadurch werden die zukünftigen Leasingraten reduziert. Sonderzahlungen reduzieren das Ausfallrisiko bei den Leasinggesellschaften.

LeasingvertragAufklappenZuklappen

Der Leasingvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Leasing-Nehmer und Leasing-Geber. Im Leasingvertrag werden die Vertragslaufzeit und die Leasingraten festgelegt.

LeasingvertragsartenAufklappenZuklappen

Beim Leasing unterscheidet man zwischen Vollamortisations- und Teilamortisationsverträgen. Die Besonderheiten dieser Vertragsarten werden unter den jeweiligen Stichwörtern beschrieben.

Mehrkilometer-/ Minderkilometer-Leasing-VertragAufklappenZuklappen

Bei einem Kilometer-Leasingvertrag werden die Vertragslaufzeit, eine kalkulatorische Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs und die Leasingrate vereinbart. Wird die Laufleistung unterschritten, erhält der Leasing-Nehmer eine Vergütung pro 1.000 Kilometer Minderleistung. Überschreitet der Leasing-Nehmer die vereinbarte Laufleistung, muss er in der Regel einen Aufpreis zahlen. Nach Vertragsablauf wird das Fahrzeug an den Leasing-Geber zurückgegeben, der sowohl das Verwertungsrisiko als auch das Restwertrisiko trägt. Der Leasing-Nehmer muss das Fahrzeug während der Vertragslaufzeit in ordnungsgemäßem Zustand halten. Andernfalls ist er verpflichtet, einen Ausgleich für den zustandsbedingten Fahrzeugminderwert zu zahlen.

MietkaufAufklappenZuklappen

Beim Mietkauf hat der Mietkäufer das Recht, die Mietkaufsache innerhalb einer bestimmten Frist zu einem vorher bestimmten Preis zu erwerben. Dabei werden die gezahlten Mieten auf den Kaufpreis angerechnet. Im Gegensatz zum Leasing-Nehmer wird der Mietkäufer sofort wirtschaftlicher Eigentümer der Mietkaufsache und aktiviert sie daher in seiner Bilanz.

MobilienleasingAufklappenZuklappen

Beim Mobilienleasing ist das Leasing-Objekt ein bewegliches Wirtschaftsgut. Bewegliche Wirtschaftsgüter, die regelmäßig geleast werden, sind zum Beispiel Produktionsmaschinen, Fahrzeuge, Bürokommunikation oder Software.

Progressiver RatenverlaufAufklappenZuklappen

Bei einem progressiven Ratenverlauf nehmen die Leasingraten während der Vertragslaufzeit zu.

QuartalszahlungAufklappenZuklappen

Leasingraten werden üblicherweise monatlich gezahlt. Leasing-Nehmer und Leasing-Geber können aber stattdessen auch eine Quartalszahlung vereinbaren.

RestwertAufklappenZuklappen

Der Restwert ist der tatsächliche oder kalkulierte Wert des Leasing-Objektes zu dem Zeitpunkt, wenn der Leasingvertrag endet. Man unterscheidet drei Arten von Restwerten:
•    Buchtechnischer Restwert: Dieser Wert ergibt sich nach den buchhalterischen Bestimmungen aus der Bilanz.
•    Kalkulierter Restwert: Hier gehen Leasing-Nehmer und Leasing-Geber davon aus, dass das Leasing-Objekt noch einen bestimmten Restwert hat. Der Wert wird auf Basis der vereinbarten Nutzung nach Vertragsablauf und der erwarteten zukünftigen Marktpreisentwicklung kalkuliert.
•    Marktwert: Das ist der tatsächliche Wert des Leasing-Objektes, der zum Zeitpunkt der Veräußerung erzielt werden kann.

RückgabepflichtAufklappenZuklappen

Der Leasing-Geber ist der juristische Eigentümer des Leasing-Objekts. Deshalb muss der Leasing-Nehmer das Leasing-Objekt an ihn zurückgeben, wenn der Leasingvertrag endet. Kommt der Leasing-Nehmer dieser Pflicht nicht nach, kann der Leasing-Geber weiterhin die Zahlung der Leasingraten und gegebenenfalls zusätzlich Schadensersatz verlangen.

Sach- und PreisgefahrAufklappenZuklappen

Als Eigentümer hat der Leasing-Geber die Sach- und Preisgefahr des Leasing-Objekts. Zur Sach- und Preisgefahr gehören alle Gefahren des zufälligen Unterganges, des Abhandenkommens, des Totalschadens, des Wegfalls der Gebrauchsfähigkeit, der Beschädigung und der merkantilen Wertminderung. Im Rahmen des Leasingvertrages überträgt der Leasing-Geber die Sach- und Preisgefahr in der Regel auf den Leasing-Nehmer, da dieser für die Dauer des Leasingvertrages den alleinigen Einfluss auf das Leasing-Objekt hat.

Sale-and-lease-backAufklappenZuklappen

Beim Sale-and-lease-back-Vertrag kauft die Leasinggesellschaft das Leasing-Objekt vom zukünftigen Leasing-Nehmer und vereinbart mit ihm einen anschließenden Leasingvertrag. Der Leasing-Nehmer erhält dadurch zusätzliche Liquidität und verbessert die Bilanzkennzahlen. Sale-and-lease-back kann unter Umständen zur Realisierung stiller Reserven führen.

Software-LeasingAufklappenZuklappen

Beim Software-Leasing erwirbt der Leasing-Geber vom Lieferanten nicht das „Eigentum“ an der Software, sondern ein im Einzelfall näher zu beschreibendes Nutzungsrecht. Dieses Nutzungsrecht überlässt er im Rahmen des Leasingvertrages dem Leasing-Nehmer. Das Nutzungsrecht an der Software muss eigentumsähnlich ausgestaltet sein und unter anderem das Recht zur Vermietung der Software beinhalten. Software wird oft gemeinsam mit Hardware geleast, kann aber, sofern sie selbstständig nutzungsfähig ist, auch allein Gegenstand eines Leasingvertrages sein.

SonderzahlungAufklappenZuklappen

Siehe Leasing-Sonderzahlung: Leasing-Sonderzahlungen kommen häufig im (privaten) Kfz-Leasing vor. Der Leasing-Nehmer leistet die Sonderzahlung zu Beginn des Leasingvertrages zusammen mit der ersten Leasingrate. Dadurch werden die zukünftigen Leasingraten reduziert. Sonderzahlungen reduzieren das Ausfallrisiko bei den Leasinggesellschaften.

Spezial-LeasingAufklappenZuklappen

Ist ein Leasing-Objekt auf die speziellen Erfordernisse eines einzigen Leasing-Nehmers zugeschnitten und kann nur von diesem wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden, spricht man von Spezial-Leasing. In diesen Fällen wird das Leasing-Objekt steuerlich dem Leasing-Nehmer zugerechnet.

TeilamortisationsvertragAufklappenZuklappen

Bei der Teilamortisation reichen die vereinbarten Leasingraten nicht aus, um die Gesamtkosten des Leasing-Gebers abzudecken. Die Vollamortisation am Ende der Vertragslaufzeit wird dann beispielsweise durch eine Restwertgarantie des Leasing-Nehmers oder ein Andienungsrecht des Leasing-Gebers erreicht.

TotalschadenAufklappenZuklappen

Da der Leasing-Nehmer die alleinige Verfügungsgewalt über das Leasing-Objekt hat, muss er für alle Schäden aufkommen. Deshalb sollte der Leasing-Nehmer das Leasing-Objekt angemessen versichern.

Verlängerungsoption / VerlängerungsvertragAufklappenZuklappen

Enthält der Leasingvertrag eine Verlängerungsoption, dann kann der Leasing-Nehmer nach Vertragsablauf entscheiden, ob er das Leasing-Objekt weiter nutzen möchte. Dazu wird ein Verlängerungsvertrag abgeschlossen. Die Leasingraten werden auf Basis des Restbuchwertes oder des niedrigeren Marktwertes berechnet.

VertragslaufzeitAufklappenZuklappen

Siehe auch Laufzeit des Leasing-Vertrages: Die Laufzeit des Leasingvertrages richtet sich nach der betrieblichen Nutzung. Bei der Festlegung der Laufzeit müssen auch Leasing-Erlasse berücksichtigt werden.

VollamortisationsvertragAufklappenZuklappen

Bei der Vollamortisation decken die Leasingraten während der unkündbaren Grundmietzeit die Anschaffungskosten und die Nebenkosten, einschließlich der Finanzierungskosten des Leasing-Gebers.

Quelle:

Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V.
Deutscher Factoring Verband e.V.

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