Basel II / Basel III
Basel II / Basel III sind internationale Regelwerke, die festlegen, wie viel Eigenkapital Kreditinstitute für vergebene Kredite vorhalten müssen — erarbeitet von einem internationalen Gremium aus Bankenaufsichtsbehörden und Notenbanken in Basel. Je risikoreicher ein Kredit, desto mehr Eigenkapital muss die Bank dafür binden; bewertet werden die Risiken anhand von Ratings, die die Bank für jeden Kreditnehmer ermittelt.
Für leasingnehmende Unternehmen ist das relevant, weil Leasing die Bilanz weniger belastet als ein Bankkredit: Es wirkt sich in der Regel positiv auf die Bilanzstruktur und damit auf das Rating des Leasing-Nehmers aus. Die Bonität bleibt geschützt, Kreditlinien bei der Hausbank bleiben frei — Unternehmen, die leasen, haben dadurch oft bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Leasinggesellschaften selbst unterliegen den Regeln von Basel II / Basel III nicht.
Was bedeutet Basel III für ein leasendes Unternehmen?
Ein Mittelständler braucht eine Produktionsmaschine für 120.000 €. Per Bankkredit finanziert, verlängert sie die Bilanz und senkt die Eigenkapitalquote — das verschlechtert das Rating, und unter Basel III muss die Bank für diesen Kredit mehr Eigenkapital hinterlegen. Zugleich ist die Kreditlinie bei der Hausbank gebunden. Geleast bleibt diese Linie für kurzfristige Liquidität frei, und die Maschine finanziert sich aus dem laufenden Ertrag.





