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Photovoltaik-Pflicht: Fakten und Perspektiven

Lesezeit: 6 Min

Spätestens seit dem Klimapaket und dem Inkrafttreten des neuen Klimaschutzgesetzes ist wieder reichlich Dynamik im Rennen um erneuerbare Energien. So ist auch eine Photovoltaik-Pflicht beim Neubau von Gewerbeimmobilien zum Beispiel in Baden-Württemberg schon beschlossen sowie in anderen Bundesländern in Planung.

Wenn das Wort Pflicht auftaucht, bedeutet dies natürlich Verunsicherung im Kreis der Unternehmer und Bauherren. Dabei gibt es dank Leasing durchaus interessante und steuerlich attraktive Potenziale bei einer Umsetzung. Hier die Fakten zur aktuellen Lage.

Photovoltaik vs. Solaranlage: Was ist was?

Wenn man dieses Thema behandelt, muss man zuerst mit einem weitverbreiteten Missverständis aufräumen: Eine Photovoltaikanlage und eine Solaranlage sind nicht das gleiche. Denn: Bei einer PV-Anlage wird Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt, während mit einer Solaranlage zumeist thermische Anlagen gemeint sind, mit denen Wasser erhitzt wird. Letztere wird in Baden-Württemberg auch nur ersatzweise geduldet, da der Wärmebedarf bei Bürogebäuden und Lagerhallen meist geringer ist als der Strombedarf. 

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland gehandelt: Hier ist das sogenannte erweiterte Klimaschutzgesetz bereits am 24.10.2020 in Kraft getreten, das durch Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller maßgeblich vorangetrieben wurde. Die baden-württembergische Novelle des Klimaschutzgesetzes sieht dabei eine PV-Pflicht für Neubauten im Nicht-Wohnbereich ab 2022 vor. Dies gilt auch für Parkhäuser und Parkplatz-Flächen mit mehr als 75 Stellplätzen. Auch Hamburg hat seine Gesetzgebung erst unlängst in eine ähnliche Richtung präzisiert. Hier sehen die Regelungen unter anderem eine Pflicht zur Installation von Photovoltaikanlagen ab 2023 auf allen Neubaudächern vor. Ab 2025 greift die Pflicht dann auch für Bestandsgebäude, bei denen lediglich das Dach erneuert wird.

Wo ist die Pflicht geplant?

Tatsächlich hat das Beispiel von Baden-Württemberg bereits Schule gemacht, sodass nicht nur andere Länder, sondern auch der Bund eine derartige Gesetzgebung fordern und ein verpflichtendes Gesetz als sinnvoll erachten. Laut verschiedener Medienberichte hat sich auch der Präsident des Bundesumweltamtes, Dirk Messner, sich für eine Photovoltaik-Pflicht ausgesprochen. “Es sei eine gute Idee und laut einem Gutachten für uns auch möglich”. Darüber hinaus überlegt die Landesregierung in Bayern eine Photovoltaik-Pflicht ab 2022 für gewerbliche Neubauten einzuführen. Auch der Berliner Senat strebt eine Solarpflicht an und hat eine Fläche von 2.400 Hektar errechnen lassen, die für die Installation von Photovoltaikanlagen geeignet wären. Damit könnte die Hauptstadt dann gut ein Viertel der Strom- und Wärmeversorgung mit Solarenergie abdecken. Als zweitgrößtes Bundesland hat nun auch Niedersachsen vor, das enorme Flächenpotenzial mit einer PV-Pflicht für große Dachflächen und Gewerbehallen zu nutzen und damit die Energiewende umzusetzen. Das Gesetz soll Anfang 2022 in Kraft treten.

Photovoltaik-Anlagen als Leasing-Projekt

Wenn man die aktuellen Entwicklungen auf Länderebene und den Klimaschutz ernst nimmt, scheint eine Verpflichtung mittelfristig unumgänglich. Allerdings muss dies keine weitere Belastung für das Neubauprojekt sein, denn die Photovoltaikanlage kann über Leasing finanziert werden. Das Unternehmen nutzt die Anlage dann, bezieht daraus den Strom und erwirbt die Anlage in der Regel nach Ende der Laufzeit zum Restwert. Und das kann sich je nach Stromverbrauch sehr schnell rechnen: Verminderter oder gar kein Stromverbrauch vom Versorger mehr, die steuerlichen Vorteile von Leasing, liquiditätsschonendes Investment dank kleiner Raten und Bilanzneutralität. Im Ergebnis entsteht eine echte Win-win-Situation für das Unternehmen und die Umwelt. Wie genau das gehen kann, lesen Sie hier.

Fazit:

Sollten Sie einen Neubau planen und die mögliche Verpflichtung zur Photovoltaik schon jetzt als Potenzial und Perspektive nutzen wollen, sprechen Sie die Experten bei abcfinance auf eine Umsetzung an. Es lohnt sich definitiv, wie unsere Beispiele zeigen!

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