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KI im Mittelstand – Bullsh** oder Bingo?

Lesezeit: 6 Min

KI hier, KI da – KI einfach überall: Künstliche Intelligenz ist für die Softwarebranche das, was Vitamine für Unternehmen in der Ernährungsbranche sind. Man setzt es hinzu, schreibt es auf die Verpackung und wartet, wie sich die Umsätze erhöhen. Schließlich darf sich jede Anwendung, die mit künstlicher Intelligenz gesegnet ist, mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit umgeben. Fragt sich nur, ob auch überall KI drin ist, wo KI drauf steht – und was Unternehmen und insbesondere KMU von dieser Technologie haben. Wir schauen mal unter die Haube der KI.

Ist künstliche Intelligenz eine Gefahr?

Wenn man der landläufigen Meinung vertraut, dann ist die Anwendung von künstlicher Intelligenz mit enormen Gefahren verbunden. So glaubt laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom jeder fünfte Befragte, dass sich intelligente Maschinen einmal selbstständig machen könnten. Tatsächlich ist dies eine Entwicklung, die zurzeit noch in weiter Ferne ist. Denn: Leider ist die erste Information zum Thema KI eine herbe Enttäuschung, da die sogenannte künstliche Intelligenz gar nicht so intelligent ist, wie der Durchschnittsbürger vermutet.

KI – Intelligenz vs. Bewusstsein

Ein Fehler, den die meisten Menschen bei der Beurteilung von künstlicher Intelligenz begehen? Falsche Informationen über diese Technologie. Man denkt dabei unwillkürlich an ein Bewusstsein. Wenn wir allerdings von KI reden, ist dabei mitnichten eine denkende und selbstständig agierende Maschine gemeint. Denn: Legt man die gleichen intellektuellen Fertigkeiten eines Menschen zugrunde oder versucht diese zu übertreffen, spricht man in der KI-Forschung von einer „starken künstlichen Intelligenz“. Diese würde nicht nur reaktiv, sondern aus eigenem Antrieb intelligent und flexibel handeln. Alle heute existierenden Systeme fallen allerdings unter die Kategorie der „schwachen KI“. Hierbei geht es eher um die „intelligente“ Verarbeitung von digitalen Informationen im Big-Data-Umfeld. Also durchaus ein Thema, das kleine und mittlere Unternehmen interessieren könnte.

Was die starke künstliche Intelligenz betrifft, streitet sich die Forschung noch über die Realisierbarkeit. Die Mehrheit der Forscher ist sich mittlerweile allerdings einig darüber, dass starke KI entwickelt werden wird und eine Zeitspanne von 20 bis 40 Jahren als realistisch gilt.

Was kann eine schwache KI?

Die schwache künstliche Intelligenz bewährt sich vor allem im Einsatz bei konkreten Anwendungsproblemen und der Verarbeitung von Informationen. Die Technologie hilft hier bei der Problemlösung auf der Basis von mathematischen Methoden, die jeweils speziell für diese Anforderung entwickelt werden. Das KI-System ist dabei in der Lage, sich selbst zu optimieren – das sogenannte Maschine-Learning. Diese Selbstoptimierung ist besonders für Unternehmen interessant, die große Datenmengen bearbeiten und dabei auf die Entwicklung genau dieser Fähigkeit angewiesen sind, um Fortschritte zu erzielen.

Interessante Einsichten und die neuesten Forschungsergebnisse gibt es übrigens auf den Seiten des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Für Unternehmen, die sich in das Thema einarbeiten möchten und die Entwicklung einer eigenen KI-Strategie forcieren, sicherlich eine dankbare Quelle der Inspiration.

Beispiele für schwache KI
  • Digitale Zeichenerkennung
  • Individuelle Aussteuerung von Werbung
  • Digitale Bilderkennung
  • Digitale Spracherkennung
  • Automatisierte Übersetzung
  • Expertensysteme für Handlungsempfehlungen auf Basis einer Wissensdatenbank
  • Navigationssysteme
  • Autovervollständigung und Korrekturvorschläge bei digitalen Suchvorgängen

Deep Learning und neuronale Netze

Ein spannender Teilbereich der künstlichen Intelligenz ist das Deep Learning, das dank immer leistungsstärkerer Soft- und Hardware in Verbindung mit großen Datensätzen und der Entwicklung besserer Algorithmen beträchtlich an Bedeutung gewonnen hat. Die neuronalen Netze dieser KI-Strategie ähneln dabei oberflächlich dem menschlichen Gehirn. So ist es gelungen, sehr große Netzwerke mit vielen aufeinanderfolgenden Schichten anzulegen und zu trainieren. Die vielen Schichten sorgen hierbei für eine tiefe Struktur – daher „Deep Learning“. Hieraus ergeben sich sehr individuelle Modelle, die die Erkennung von Mustern und die Vorhersagen bezüglich neuer Phänomene erlauben. Interessante Anwendungsfälle für Unternehmen sind Bild- und Spracherkennung, prädiktive Analysen, Empfehlungssysteme oder die Anomalieerkennung.

KI als intelligente Suche

Ein Szenario für den Einsatz von künstlicher Intelligenz insbesondere für KMU besteht in einer intelligenten Shopsuche, die im Onlinehandel bereits Anwendung findet. Je besser die Suchfunktion den Kunden versteht und ihm die gewünschte Information bereitstellt, desto wahrscheinlicher kauft der Kunde auch. Eine Autovervollständigung mit KI kann also den Unterschied zwischen Umsatzhoch oder Pleite ausmachen.

KI als Recommendation Engine

Die sogenannte Recommendation Engine ist ein Tool für Produktempfehlungen, das dem Kunden Informationen individuell und in Echtzeit ausgespielt. Auch hier gibt es bereits KMU, die diese KI einsetzen. Die künstliche Intelligenz der Recommendation Engine analysiert dabei das Klick- und Kaufverhalten der Kunden und wertet die gesammelten Daten individuell und eigenständig aus. So können Produktempfehlungen generiert werden, die genau zum jeweiligen Kunden passen.

Personalisierung mit KI

Künstliche Intelligenz hilft auch bei der Entwicklung einer durchdachten Personalisierungsstrategie, die dem Kunden eine individuelle Customer Experience ermöglicht. Die speziell ausgewählten Angebote und Rabatte stärken dabei Kundenbindung und sorgen so für mehr Umsatz sowie ein positives Markenbewusstsein.

Dynamic Content im Onlinehandel

Normalerweise liegen Informationen im Internet statisch vor und Websites können nicht auf individuelle Nutzerbedürfnisse eingehen. Sogenanntes Dynamic Content, das unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz generiert wird, erhöht die Chance auf eine höhere Verweildauer. Shop-Inhalte werden hierbei individuell angepasst und der Kunde bekommt ausschließlich die Inhalte angezeigt, die ihn oder sie zum Zeitpunkt des Shop-Besuchs interessieren.

Chatbots mit künstlicher Intelligenz

Schon etwas länger im Rennen um die Kundengunst ist der Chatbot, der zumeist mit künstlicher Intelligenz gesegnet ist. Gerade im KMU-Umfeld kann dieser künstliche Kollege wertvolle Dienste leisten. Hier gibt es Systeme, die statisch auf bestimmte, zuvor definierte Wortmuster oder Satzfragmente von Benutzern reagieren und festgelegte Antworten bieten. Ganz schön praktisch, wenn man nicht immer die gleichen Fragen beantworten möchte und dafür auch noch einen Mitarbeiter abstellen müsste.

Umsatztreiber KI?

Tatsächlich lässt sich feststellen, dass künstliche Intelligenz zu einem echten Umsatztreiber geworden ist. Gerade im KMU-Handlungsfeld kann es eine Strategie für die Zukunft sein, deren Grundsteine man aber im Hier und Jetzt legt. Wichtig ist es, die Mitarbeiter für die Mensch-Maschine-Interaktion zu begeistern. Es gilt, Zweifel von Beschäftigten in eine erfolgreiche Computer-Vision für die Zukunft zu verwandeln. Denn: Auch für kleine und mittlere Unternehmen wird KI in den kommenden Jahren ein immer wichtigerer Wettbewerbsfaktor werden.

Wer als Unternehmen schon jetzt das Fundament für KI-Anwendungen mit einer wettbewerbsfähigen IT-Infrastruktur legen möchte, sollte sich mit den Leasing-Möglichkeiten eines Partners mit reichlich Erfahrung in der KMU-Finanzierung auseinandersetzen: abcfinance steht bereit!

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