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Humanoide Roboter gegen den Fachkräftemangel

Lesezeit: 3 Min

Das Wichtigste in Kürze

  • 58 Prozent der Industrieunternehmen sehen in humanoiden Robotern eine mögliche Antwort auf den Fachkräftemangel.  
  • Besonders geeignet sind sie für unbesetzte, körperlich belastende oder gefährliche Tätigkeiten.  
  • KI-Leasing kann Roboter, Hard- und Software sowie weitere Bestandteile des KI-Projekts in einer Finanzierungslösung bündeln. 

Humanoide Roboter verlassen die Forschungslabore und übernehmen erste Aufgaben in der industriellen Praxis. Viele Unternehmen sehen in der Technologie eine Chance, auf fehlende Fachkräfte zu reagieren und die Arbeitssicherheit zu verbessern. 

Industrie setzt auf Unterstützung durch Robotik

Laut einer aktuellen Bitkom-Studie sind 58 Prozent der deutschen Industrieunternehmen überzeugt, dass humanoide Roboter dem Fachkräftemangel entgegenwirken können. 64 Prozent erwarten eine höhere Produktivität, 68 Prozent sehen Potenzial für weniger Arbeitsunfälle. 

Bislang setzen 6 Prozent der Unternehmen die Technologie ein, weitere 10 Prozent planen den Einsatz. Langfristig können sich 97 Prozent eine breite Nutzung in der industriellen Produktion vorstellen. Für die repräsentative Studie wurden 555 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten in Deutschland befragt. (Quelle: Bitkom, „Industrie 4.0: Wie digital ist Deutschlands Industrie?“, 2026)

Was humanoide Roboter auszeichnet

Humanoide Roboter orientieren sich in ihrem Körperbau und ihren Bewegungsmöglichkeiten am Menschen. Sie verfügen beispielsweise über Arme, Hände oder Greifer und bewegen sich auf zwei Beinen oder einer mobilen Plattform. Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz helfen ihnen, ihre Umgebung zu erfassen und unterschiedliche Aufgaben auszuführen.

Ihre Bauweise ermöglicht es ihnen, vorhandene Transportwege, Werkzeuge und Arbeitsplätze zu nutzen. Dadurch können sie in bestehende Produktionsumgebungen integriert werden, ohne dass sämtliche Bereiche eigens für sie neugestaltet werden müssen. Geeignete Einsatzfelder finden sich vor allem dort, wo Stellen unbesetzt bleiben oder Menschen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Roboter können beispielsweise schwere Werkstücke transportieren, bei großer Hitze arbeiten, Aufgaben im Umgang mit Schadstoffen oder Laborarbeit übernehmen. 

Humanoide Roboter können in Laboren Aufgaben übernehmen, die hohe Präzision erfordern oder für Menschen mit gesundheitlichen Risiken verbunden sind. (Symbolbild) 

Wie der Einsatz in der Praxis aussieht

Ein Beispiel liefert die BMW Group im US-amerikanischen Werk Spartanburg. Dort entnahm der humanoide Roboter Figure 02 einzelne Blechteile und positionierte sie millimetergenau für den Schweißprozess. Innerhalb von zehn Monaten bewegte der Roboter in rund 1.250 Betriebsstunden mehr als 90.000 Bauteile und unterstützte damit die Produktion von über 30.000 BMW X3. Insgesamt legte er dabei etwa 1,2 Millionen Schritte zurück. Inzwischen erprobt BMW humanoide Robotik auch im Werk Leipzig, unter anderem in der Batteriemontage und Komponentenfertigung. (Quelle: BMW Group, „BMW Group to deploy humanoid robots in production in Germany for the first time“, 27. Februar 2026)

Der Mensch bleibt Teil der Entwicklung

Für eine erfolgreiche Einführung ist das Wissen der Beschäftigten besonders wertvoll. Sie kennen die Arbeitsabläufe und können beurteilen, an welchen Stellen eine technische Unterstützung sinnvoll ist. Werden sie frühzeitig eingebunden, lassen sich geeignete Einsatzfelder besser identifizieren und neue Systeme praxisnah in den Betrieb integrieren. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Anforderungen: Die Roboter müssen eingerichtet, überwacht und gewartet werden. Entsprechende Schulungen bereiten die Mitarbeitenden auf den Umgang mit der Technologie und neue Aufgabenbereiche vor.

Vom Potenzial zur Investitionsentscheidung

Ob sich ein humanoider Roboter für ein Unternehmen eignet, hängt vom konkreten Einsatzgebiet und dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen ab. Dabei umfasst die Investition mehr als den Roboter selbst: Für den Einsatz werden auch KI-Software, Hardware und die Einbindung in die bestehenden Prozesse benötigt. Mit KI-Leasing von abcfinance lassen sich diese Bestandteile zu einer Finanzierungslösung bündeln. Statt hoher Anfangsinvestitionen entstehen planbare monatliche Raten. So können Unternehmen moderne KI-Anwendungen einsetzen und gleichzeitig ihre Liquidität für das laufende Geschäft erhalten. 

Unsere Kennzahlen
Unternehmensalter
49Jahre
Bilanzsumme 2025
3,5Mrd. Euro
Mitarbeiter in Vollzeit
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