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3D-Drucker: Wunderwerkzeug für den Mittelstand

Lesezeit: 3 Min

Als er Anfang der 2010er Jahre auf dem Consumer-Markt erschien, galt er das Nonplusultra der Technikgläubigen und erster Schritt in ein neues Zeitalter: der 3D-Drucker. Viele fühlten sich dabei an den “Replikator“ aus Star Trek erinnert und glaubten, mit der Wundermaschine nahezu alles herstellen zu können. Seitdem ist viel passiert – Zeit für eine Empfehlung.

Erste Exemplare eines 3D-Druckers gab es bereits in den 1980er Jahren. Erfunden wurde die Stereolithographie 1981 von Charles W. Hull. Zunächst dienten die 3D-Drucker dabei zur Herstellung von Prototypen und Modellen – also Werkstücken, die in nur wenigen Stückzahlen benötigt wurden. Der Vorteil gegenüber dem bis dahin üblichen Spritzgussverfahren liegt darin, dass das aufwendige Herstellen von Gussformen überflüssig wurde. Auch das Nachbearbeiten und Entgraten der Werkstücke entfällt beim 3D-Druck, da der schichtweise Aufbau computergesteuert nach vorgegebenen Maßen und Formen geschieht. Dank der Weiterentwicklung der Technologie und entsprechender Software ist der auch der industrielle Einsatz der sogenannten „additiven Fertigung“ im Mittelstand nunmehr wettbewerbsfähig.

Schnell und flexibel: 3D-Druck

Gerade in Branchen mit einem starken Bedarf an Individualisierung und einer hohen Variantenvielfalt lohnt sich der Einsatz eines 3D-Druckers besonders. Vom Maschinenbau und Medizintechnik, über die Automobilbranche bis hin zu Entwicklung und Architektur – überall wo schnell, flexibel und vor allem kostengünstig produziert werden muss, bringt die Technologie enorme Vorteile. So können insbesondere mittelständische Unternehmen auf die Schnelllebigkeit von Märkten reagieren und mit kurzfristiger Fertigung „on demand“ beim Kunden punkten. Für produzierende Unternehmen bedeutet dies, dass eine Beschäftigung mit additiver Fertigung ein Baustein zur Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft sein kann.

Porsche druckt auch schon

Ein hervorragendes Beispiel liefert hierbei Porsche Classic, wo man die nicht mehr lieferbaren Ersatzteile für Porsche-Oldtimer nun per 3D-Druck herstellt: Ein Ausrückhebel für die Kupplung des Porsche 959 war beispielswiese nicht mehr erhältlich und überdies ausgesprochen selten, denn es wurden lediglich 292 Exemplare gebaut. Für den „Nachdruck“ verwendet die Abteilung für Klassiker nun selektives Laserschmelzen. Das Verfahren arbeitet mit Werkzeugstahl in Pulverform, der von einem starken Lichtstrahl in 0,1 Millimeter dünnen Schichten zu den gewünschten Strukturen geschmolzen wird. Übrigens: Skaliert man dieses Verfahren nach oben, spart man letztlich nicht nur an den Produktions-, sondern auch an den Lagerkosten.

Die Kopie einer Kopie einer Kopie

Auch wenn die Technologie noch nicht so weit ist, dass man sich mit einem 3D-Drucker einen weiteren 3D-Drucker herstellen könnte, um diesen dann gewinnbringend weiterzuverkaufen, lohnt sich das eine oder andere konkrete Gedankenspiel. Und wer sich mit den Vorteilen dieser erfolgsversprechenden Technik auseinandergesetzt hat und Vorteile für sein Unternehmen sieht, dem seien unsere attraktiven Finanzierungsmodelle ans Herz gelegt. Eine Investition in die Zukunft lohnt sich schließlich immer.

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