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Corona-Krise: Neue Hilfen für den Mittelstand

Bereits im März hatte die Bundesregierung Soforthilfen zur Bewältigung der unmittelbaren Folgen der Corona-Krise beschlossen. Nun soll auch die zweite Jahreshälfte von Juli bis Dezember mit einem Hilfsprogramm abgedeckt werden, wie ein vorliegendes Eckpunktepapier des Wirtschaftsministeriums mitteilt. Hierbei soll auch der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft mit Überbrückungshilfen von mindestens 25 Milliarden Euro bedacht werden. Keine Sekunde zu früh…

Ein Hoffnungsschimmer

Der Grund für die erweiterten Hilfsprogramme liegt auf der Hand: Obwohl die strengen Beschränkungen der ersten Pandemie-Periode bereits wieder gelockert werden ist der Geschäftsbetrieb bei zahlreichen Unternehmen weiterhin eingeschränkt. Ein Hoffnungsschimmer: Der Ifo-Geschäftsklima-Index ist nach dem schwersten Einbruch seiner Geschichte wieder leicht gestiegen. Obwohl die befragten Unternehmenslenker mit einer Erholung rechnen, herrsche aber immer noch kein Optimismus. Umso besser, dass das geplante Hilfspaket bereits Anfang Juni zur Verfügung stehen soll und die Überbrückungshilfen für den Mittelstand sogar vorgezogen werden.

Fokus auf den Mittelstand

Damit soll auch die zuvor monierte Mittelstandslücke in den bisherigen Hilfsprogrammen, die keine direkte Hilfe für mittelständische Unternehmen vorsahen, beseitigt werden. Denn die im März angelaufenen Programme brachten zwar sehr zeitnah und teilweise ausgesprochen unbürokratisch Hilfe für sehr kleine und große Unternehmen, ließen aber insbesondere den Mittelstand mit Problemen, Kredite bei den Hausbanken zu erhalten, alleine.. Mit den direkten Hilfen soll diese Problematik beseitigt werden. Die Eckpunkte sehen dabei monatliche Hilfen bis Jahresende von bis zu 50.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten vor – sofern im April und Mai Umsatzeinbußen von mindestens 60 Prozent vorlägen. Darüber hinaus arbeitet man an einem Konjunkturpaket, das aus drei Säulen besteht:

Säule 1

Soforthilfen von Bund und Ländern für Soloselbstständigen und kleinen Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Insgesamt hat der Bund dafür maximal 50 Milliarden Euro bereitgestellt.

Säule 2

Vergünstigte Kredite der KfW für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten, für die der Bund teils zu 100 Prozent haftet.

Säule 3

600 Milliarden Euro als Wirtschaftsstabilisierungsfond für größere Firmen ab 250 Beschäftigte.

Unter Hochdruck

Altmaier höchstpersönlich hatte in den vergangenen Wochen gemahnt, dass akuter Handlungsbedarf bestehe. Schon deshalb werde unter Hochdruck an einer Finalisierung und Abstimmung zwischen den Ressorts gearbeitet. Eingedenk dieser Lage ist zu hoffen, dass auch die Kritik einiger Branchenvertreter in das Hilfswerk eingewebt werden. Hier werden die scharfkantigen und willkürlich gezogenen Grenzen zwischen den einzelnen Säulen erneut kritisiert.

Wir halten Sie gerne mit Infos zu den verschiedenen Hilfsprogrammen auf dem Laufenden. Verschaffen Sie sich einen Überblick und finden Sie Ihr passendes Hilfspaket.

In der Zwischenzeit: Als Partner des Mittelstands bietet abcfinance auch in Zeiten der Krise flexible Finanzierungslösungen ­– Leasing, Factoring und Absatzfinanzierung für den Mittelstand. Sprechen Sie uns auf Ihre Visionen an!