„AI Slop“ bezeichnet ursprünglich die wachsende Menge minderwertiger KI-Inhalte im Internet. Als „Workslop“ wird ein ähnliches Phänomen im Arbeitsalltag beschrieben: KI-generierte Inhalte, die auf den ersten Blick brauchbar wirken, eine Aufgabe aber nicht wirklich voranbringen. Untersuchungen zeigen, dass solche Arbeitsergebnisse in Unternehmen längst keine Seltenheit mehr sind.
Workslop muss dabei nicht einmal falsch sein. Anders als bei einer KI-Halluzination können die Informationen sachlich korrekt sein. Das Ergebnis hilft trotzdem wenig, wenn es zu allgemein, zu umfangreich oder nicht auf die konkrete Aufgabe zugeschnitten ist.
Eine Zusammenfassung ohne Prioritäten kann Workslop sein, etwa wenn eine KI aus einem langen Teams-Verlauf zwar alle Punkte zusammenfasst, aber nicht deutlich macht, was entschieden wurde oder wer etwas tun muss, oder schlicht etwas nicht korrekt verstanden hat. Ebenso eine Präsentation voller allgemeiner Aussagen oder eine umfangreiche Recherche ohne Einordnung. Eine fünfseitige Marktanalyse mag vollkommen korrekt sein und trotzdem die entscheidende Frage offenlassen: Was folgt daraus für unser Unternehmen? „KI kann uns sehr schnell sehr viel liefern. Entscheidend ist, aus diesem Output etwas zu machen, das uns in der täglichen Arbeit wirklich weiterbringt.“Stefan Thür, Leiter des Innovation Hubs bei abcfinance