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Schlechtere Zahlungsmoral: So leiden deutsche Unternehmen

Lesezeit: 3 Min

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutsche Unternehmen benötigen im Schnitt 79 Tage, bis eingesetztes Kapital wieder als Zahlung zurückfließt.
  • Offene Kundenforderungen bleiben durchschnittlich 55 Tage bestehen.
  • Für 2026 erwartet Allianz Trade eine weitere Verlängerung des Cash Conversion Cycle.
  • Lösung: Factoring kann Forderungen früher in verfügbare Liquidität umwandeln.

Da nutzt die beste Arbeit nichts: Selbst profitable Unternehmen geraten zunehmend unter Druck, wenn Rechnungen zu spät bezahlt werden. Aktuelle Zahlen von Allianz Trade zeigen, dass sich diese Situation in Deutschland weiter verschärft hat. Unternehmen warten länger auf ihr Geld, halten zugleich höhere Lagerbestände vor und begleichen die Rechnungen ihrer Lieferanten vergleichsweise früh. Dadurch bleibt immer mehr Kapital im laufenden Geschäft gebunden.

Deutsche Unternehmen warten länger auf ihr Geld

Deutsche Unternehmen müssen wieder länger auf den Zahlungseingang ihrer Rechnungen warten. Im Jahr 2025 stieg die durchschnittliche Forderungslaufzeit um 2,8 Tage auf 55 Tage. Gleichzeitig verlängerte sich auch der Cash Conversion Cycle (CCC) – also die Zeit vom Kapitaleinsatz bis zum Rückfluss der Einnahmen – um 1,8 Tage auf 79 Tage. Damit liegt Deutschland rund 16 Tage über dem westeuropäischen Durchschnitt.

Ein längerer CCC bedeutet, dass Unternehmen ihre laufenden Kosten über einen längeren Zeitraum vorfinanzieren müssen. Das bindet Liquidität und erhöht den Finanzierungsbedarf.

Spätere Zahlungseingänge und höhere Kapitalbindung

Spätere Kundenzahlungen sind dabei nur ein Faktor. Gleichzeitig halten Unternehmen mehr Waren und Materialien vor. Damit reagieren sie unter anderem auf geopolitische Unsicherheiten, mögliche Lieferengpässe und störungsanfällige Lieferketten.

Diese Entwicklung beschreibt Allianz Trade als Wechsel von „Just in Time“ zu „Just in Case“: Statt ihre Lagerhaltung ausschließlich auf größtmögliche Effizienz auszurichten, schaffen Unternehmen zusätzliche Reserven. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit, bindet jedoch noch mehr Kapital.

Die Folgen können insbesondere für Unternehmen mit geringen Liquiditätsreserven erheblich sein:

  • notwendige Investitionen werden verschoben,  
  • Wachstumschancen können nicht genutzt werden,  
  • und Kontokorrentlinien werden stärker beansprucht.

Wie kann Factoring helfen?

Unternehmen, die spät oder gar nicht bezahlt werden, müssen eigene Investitionen zurückstellen, können Bestellungen nicht tätigen und schlimmstenfalls eigene Rechnungen nicht bedienen. Ein Teufelskreis, der bis in die Insolvenz führen kann. Dabei gibt es mit Factoring ein wirksames Finanzinstrument, das diese unheilvolle Dynamik effektiv durchbrechen kann – und das gleich mehrfach.

Der wichtigste Vorteil liegt auf der Hand: Durch den Forderungsverkauf entsteht unmittelbar planbare Liquidität. Darüber hinaus ist mit echtem Factoring auch ein 100%iger Ausfallschutz verbunden. Ein weiterer und oft unterschätzte Vorteil ist die laufende wirtschaftliche Prüfung nach einem Factoring-Vertrag, wodurch Rechnungssteller die Bonität ihrer Kunden immer im Blick haben, ohne selbst im Risiko zu stehen.

Fazit

Die aktuelle Entwicklung zeigt: Deutsche Unternehmen müssen ihr operatives Geschäft immer länger vorfinanzieren. Factoring kann hier für mehr Planungssicherheit sorgen, indem offene Forderungen frühzeitig in verfügbare Liquidität umgewandelt werden. Sie möchten erfahren, ob Factoring zu Ihrem Unternehmen passt? Mit dem Factoring-Check von abcfinance erhalten Sie eine erste Einschätzung.

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