SSV DrumsPercussion

Leasing spielt die erste Geige

Wer schon einmal ein professionelles Musikinstrument gekauft hat, weiß, dass man dafür mitunter ganz schön tief in die Tasche greifen muss. Bei der Ausstattung eines Sinfonieorchesters kommt schnell ein Millionenbetrag zusammen. Ein solches „Klang-Volumens“ muss finanziert werden.

Komponieren mit Bleistift und Notenblatt ist heutzutage out. Denn auch in diese Kunstform ist die Digitalisierung eingezogen: Der moderne Komponist tauscht sein Instrument ebenso gern mit dem Computer und nutzt spezielle Software, um seine musikalischen Er- und Empfindungen in Partituren umzusetzen. Mehr noch: Er verlässt sich dabei mehr und mehr auf digitale Tonmuster, um seine Melodien und Musik zusammenzubauen und dann zu notieren.

Diese Samples wurden zuvor auf Originalinstrumenten eingespielt und liegen in virtuellen Tonbibliotheken vor. Vor allem Filmkomponisten schätzen diese Art des Komponierens und bedienen sich dabei in einem der größten digitalen Ton- und Schallarchive der Welt: der Vienna Symphonic Library (VSL) in Wien. Mehr als zwei Millionen Samples liegen auf den Servern an der schönen blauen Donau, darunter auch sämtliche Instrumentalklänge eines Sinfonieorchesters. „Produzenten und Regisseure aus aller Welt erstellen ihre Filmmusik oft mit Hilfe unseres digitalen Archivs“, berichtet VSL-Geschäftsführer Herbert Tucmandl aus der Praxis. Aber: „Einspielen wollen sie diese dann aber mit einem echten Orchester.“

Klassik trifft digital

Kein Problem für die Wiener Tonspezialisten: Die neue Synchronhalle auf dem Gelände der Rosenhügel-Filmstudios in Österreichs Hauptstadt bietet dafür die optimalen technischen und akustischen Voraussetzungen. Das Gebäude ist extrem schallisoliert, so dass keine Geräusche von außen die Tonaufnahmen stören. Der Clou: Von der Triangel über indonesische Perkussionsinstrumente bis zu Konzertflügeln stehen den Musikschaffenden mehrere hundert Musikinstrumente in Profiqualität zur Verfügung. Invest allein für das Klangspektakel: rund eine Million Euro – auch für ein erfolgreiches Unternehmen wie VSL kein Pappenstiel. „Herkömmliche Finanzinstitute tun sich bei einer derartigen Finanzierung schwer“, hat Tucmandl erfahren. Obwohl Musikinstrumente sehr wertbeständig seien.

Der Leasingspezialist abcfinance Austria stellte sich dieser ungewöhnlichen Herausforderung und unterbreitete der VSL-Geschäftsführung ein maßgeschneidertes Angebot. In kurzer Zeit wurden Angebote für die Instrumente eingeholt und die Rahmenbedingungen für den Leasingvertrag vereinbart. „Die angenehmste Form einer Finanzierung, die ich bislang erleben durfte“, blickt Tucmandl zurück. Ein Wohlklang für Christian Troger, der mit seinem mittlerweile 20-köpfigen Team die Geschäfte der abcfinance Austria seit April 2014 führt. Und auch die Musikwelt ist mehr als begeistert vom Zusammentreffen klassischer Orchersterklänge und modernster Aufnahme- und Digitaltechnik. Die ersten Aufträge aus Hollywood wurden bereits abgearbeitet. Weitere sollen folgen.