Schnell sein: Interessante KMU-Förderung „Digital jetzt“

Die vergangenen Monate haben es deutlich gezeigt: Digitalisierung ist in der heutigen Wirtschaftslage eine Grundvoraussetzung, um insbesondere in Krisenzeiten flexibel reagieren zu können. Um die Innovationspotenziale der Digitalisierung besser ausschöpfen zu können, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jetzt kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Bis zu 50.000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen, können hier abgerufen werden. Auch Ausgaben für Hardware, die über Leasing finanziert werden, sind förderfähig!

Starke Nachfrage bei Unternehmen

Für das Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ stehen insgesamt 203 Millionen Euro an finanziellen Zuschüssen zur Verfügung. Dies soll Unternehmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien, Innovationen sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren. Damit trifft das Bundesministerium scheinbar genau ins Schwarze, denn das Förderprogramm ist schon jetzt stark nachgefragt – ein Antrag lohnt sich! Wichtig: Es gibt hierbei eine monatliche Kontingentierung und jeweils zum 15. eines Monats wird ein Kontingent an neuen Registrierungen für das Antragstool freigeschaltet. Wer sich bereits registriert hat, kann den Antrag im Antragstool weiter vorbereiten, speichern und zum 1. des Folgemonats einreichen, bis das Kontingent für eingereichte Anträge erreicht ist. Also schnell sein und keine Zeit verlieren! Zur Förderung kommt man in einem zweistufigen Verfahren aus Registrierung und Einreichung. Aufgrund der großen Nachfrage kann jeweils nur ein gewisses Kontingent einen Antrag einreichen. Wenn das Kontingent des jeweiligen Monats erschöpft ist, bleibt die Registrierung aber weiterhin gültig und ist für kommende Folgemonate nutzbar.

Den genauen Zeitpunkt für die Einreichung erfahren Sie auf der BMWi-Webseite. Hier gibt es auch eine FAQ-Seite mit Informationen, die viele Fragen rund um das Förderprogramm und die entsprechenden Richtlinien beantwortet.

Wer kann die KMU-Förderung beantragen?

Der Antrag lohnt sich für mittelständische Unternehmen aus allen Branchen der deutschen Wirtschaft mit 3 bis 499 Beschäftigten – also auch Handwerksbetriebe und Angehörige freier Berufe, die entsprechende Digitalisierungsvorhaben planen. Eine weitere Voraussetzung ist dabei die Beantwortung gezielter Fragestellungen im Förderantrag sowie die Darlegung eines Digitalisierungsplans. Hier sollte das gesamte Digitalisierungsvorhaben sowie die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen dargelegt werden. Darüber hinaus wird auch eine Dokumentation des aktuellen Stands der Digitalisierung im Unternehmen und die Nennung der angestrebten Ziele erwartet. Dabei stellt das antragstellende Unternehmen beispielsweise dar, wie die Organisation effizienter gestaltet und neue Geschäftsfelder erschlossen werden können. Auch die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells oder die Stärkung der Marktposition kann dabei angestrebt werden. Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung übrigens noch nicht begonnen haben. Weitere Voraussetzungen für die KMU-Förderung sind eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, die Umsetzung innerhalb von zwölf Monaten nach Bewilligung und die Nachweisfähigkeit der Verwendung der Fördermittel.

Was wird gefördert?

Das KMU-Programm „Digital Jetzt“ besteht aus zwei Modulen oder Förderschwerpunkten:

Modul 1: Digitale Technologien

Ein Teil der KMU-Förderungsinitiative richtet sich an Investitionen in digitale Technologien. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Implementierungen digitaler Technologien wie Hardware und Software handeln, die zur besseren Vernetzung des Unternehmens dienen und die digitale Transformation vorantreiben. Gemeint sind hiermit datengetriebene Geschäftsmodelle oder die Einbindung künstlicher Intelligenz sowie Cloud-Anwendungen oder Investitionen in Big Data, Sensorik und 3D-Druck.

Modul 2: Qualifizierung von Mitarbeitenden

Der zweite Teil der KMU-Förderung bezieht sich auf die Qualifizierung der Belegschaft in den Unternehmen, um die digitale Transformation mit entsprechenden Kompetenzen auffangen zu können. Diese betrifft sowohl den Umgang mit digitalen Technologien als auch die Strategieentwicklung in der IT-Sicherheit, dem Datenschutz sowie dem digitalen und agilen Arbeiten.

Was wird nicht gefördert?

Nicht förderfähig im Rahmen dieses KMU-Förderprogramms sind Standard-Software, wie zum Beispiel Betriebssysteme und Bürosoftware, sowie neue Computer oder Updates von Software ohne grundlegende neue Funktion. Darüber hinaus sind die Erstausstattung mit neuer Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie Personal-, Verwaltungs- und Reiseausgaben und Leistungen eines Tochterunternehmens sowie anderer verbundener Unternehmen nicht enthalten. Auch Leistungen, die bereits über “go-digital” gefördert werden, können nicht einbezogen werden.

Jetzt beraten lassen!

Durch die Förderfähigkeit von Leasingvorhaben, ergeben sich weitere Potentiale im Bereich der steuerlichen Absetzbarkeit – und das macht eine Innovationsinitiative noch attraktiver! Haben Sie bereits eine Idee, wie Sie das Förderungsprogramm für Ihr Unternehmen nutzen möchten? Dann sprechen Sie unsere abcfinance advise Berater noch heute an! Gerne besprechen wir mit Ihnen die Möglichkeiten, die sich hieraus für Sie ergeben und beraten Sie eingehend.