cent muenzen

Liebes Kleingeld oder Werteverlust? Jetzt abstimmen!

Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert, sagt der Volksmund. Kein Wunder also, dass der Vorstoß der EU-Kommission, kleine Cent-Münzen aus dem Verkehr zu ziehen, kontrovers diskutiert wird. Immerhin gibt es auch hierzulande genügend Menschen, die zurecht auf jeden Cent achten. Anderseits entstehen schon durch die Herstellung der kleinen Ein- und Zwei-Cent-Münzen erhebliche Kosten. Von der Praktikabilität ganz zu schweigen. Was soll man also davon halten?

Die Rundung macht den Preis

Bereits jetzt haben einzelne Mitgliedsstaaten wie die Niederlande, Irland und Finnland die kleinen Münzen im Alleingang aufgegeben. Auch aus diesem Grund führt die Kommission jährlich Meinungsumfragen zu dem Thema durch. Das Ergebnis: Eine große Mehrheit der Europäer ist mit etwa 64% für die Abschaffung (2017). In der Praxis würde dies bedeuten, dass im Einzelhandel jeweils auf- oder abgerundet werden würde. Bei einer Rechnungssumme von 1,13 Euro gäbe man dann 1,15 Euro und bekäme kein Wechselgeld. Bei einem Betrag von 1,92 Euro würde es ausreichen 1,90 Euro auf den Tresen zu legen. Vorteil: Durch dieses System würden sich Gewinne und Verluste am ehesten ausgleichen. So zumindest in der Theorie. Ob man damit einer sensiblen und durchaus gerechtfertigten Schnäppchenjäger- und Pfennigfuchser-Mentalität gerecht wird, ist eine andere Frage. Immerhin hat sich in den Pionierländern gezeigt, dass die Rundungen zumindest keine messbaren Auswirkungen auf die Verbraucherpreisinflation hatten. Das darf man als Vorteil werten. 

Kleinvieh macht auch Mist?

Ein weiterer Vorteil der Abschaffung wäre die Kostenersparnis: So kostet die Produktion einer Ein-Cent Münze bisher 1,65 Cent – ein Zahlungsmittel, das also nicht mal kostendeckend ist. Tatsächlich gaben die Euro-Länder alleine im Jahr 2018 jeweils rund 3,4 Milliarden Ein-Cent- und Zwei-Cent-Stücke aus – das sind dann 5,6 Milliarden Euro Kosten für Kleingeld. Gerundet, versteht sich. So verwundert es nicht, dass seit Jahren über den Sinn und Unsinn von Kupfergeld immer wieder diskutiert wird. Auch die Kosten für die ständigen Einzahlungen sowie die Bereithaltung der Münzen würden sich für den Einzelhandel verringern. Eine kritische Stimme kommt dabei aus Richtung der Hilfsorganisationen, die durch die Abschaffung der kleinen Münzen einen Spendenrückgang befürchten. Allein beim

Kinderhilfswerks stammt ungefähr ein Viertel der Einnahmen aus Spendenbüchsen mit Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Dementsprechend sieht man die Bestrebungen, die Kleinmünzen abzuschaffen, mit großer Sorge.

Was meinen Sie? 

Sollten wir die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abschaffen oder erhalten wir uns besser den gewachsenen Sinn für Kleingeld? Stimmen Sie jetzt ab!

Wie stehen Sie zur Abschaffung kleiner Cent-Münzen?

Ergebnisse anzeigen

Loading ... Loading ...