Black Friday – ein Segel gegen Rezession

Freitagmittag in der City: Auch ohne Thanksgiving als feiertäglichen Katalysator boomt der Black Friday 2019 in Deutschland und lädt zum hemmungslosen Shopping-Vergnügen ein. Was den Einen zur Konsumkritik einlädt ist dem Anderen dabei ein willkommener Anstoß der Binnenkonjunktur – schließlich ist die deutsche Wirtschaft seit Jahresbeginn in Alarmstimmung. Der Aufschwung steht und fällt auch mit der Nachfrage im Handel. Wie ernst ist es wirklich?

Binnenmarkt ahoi!

Nachdem Deutschland durch zwei aufeinanderfolgende schlechte Quartale eine sogenannte technische Rezession drohte, darf man nun aufatmen: Das statistische Bundesamt bestätigte erst unlängst, dass das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2019 um 0,1 Prozent höher lag als im Vorquartal. Damit ist die deutsche Wirtschaft auch durch einen robusten Binnenmarkt und steigende Exporte einer Rezession knapp entkommen. Insbesondere die Binnenwirtschaft mit brummender Bauindustrie und Verbraucher in Kauflaune erwiesen sich als verlässliche Stütze. Man darf sich also über den Black Friday freuen – schließlich wird hierdurch der Handel kurz vor dem Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von bis zu 20% nochmal kräftig gestärkt. Interessanter Fun Fact: In den USA betreten ca. 12 % aller Einkäufer am Black Friday aufgrund des Feiertags die Geschäfte unter Alkoholeinfluss – was sich durchaus positiv auf das Kaufverhalten auswirkt. Wie wäre es da mit einem Pink-Friday nach Weiberfastnacht als Konjunkturmaßnahme 2020?

Mutig bleiben!

Insgesamt lässt sich resümieren, dass die Aussagekraft von Wirtschaftsprognosen auch im kommenden Jahr weiterhin schwammig bleibt. Ganz besonders bei schwachem langfristigem Wachstum wie zurzeit. Letztlich geben die Zahlen nur eine Stimmung wieder, die schnell eine Eigendynamik entwickeln kann. Heißt: Die öffentliche Wahrnehmung der Aufregung hat dann wenig mit der tatsächlichen Realität zu tun und befruchtet sogar einen Abschwung, indem dann jede einzelne Investition zögerlicher getätigt wird. Vom Pullover bis zum Bagger. Beispiel: Alleine durch den sogenannten Kalendereffekt – also der Anzahl von Feiertagen – dürfte das Bruttoinlandsprodukt in 2020 statt um 0,5 Prozent um 0,9 Prozent wachsen. Die aktuelle Rezession wurde für deutlich weniger abgesagt (s.o.). Man sollte sich also weniger auf die schlechten Prognosen verlassen und vielmehr die deutsche Wirtschaft mit nachhaltigen Maßnahmen zur Stärkung der Wachstumskräfte stützen. Denn selbst wenn es weniger steil bergauf geht, geht es dennoch weiter. Mutig bleiben ist Devise – eine Alternative gibt es nicht.

In diesem Sinne: abcfinance steht dem Mittelstand seit über 40 Jahren mit flexiblen Finanzierungsinstrumenten zur Seite. Leasing, Factoring und Absatzfinanzierung auf Augenhöhe – auch am Black Friday!