Black Friday – von Fakten und Legenden

In den guten, alten Zeiten, als die Telefone noch Schnüre hatten und man für den Wetterbericht aus dem Fenster sah und nicht auf das Smartphone, gab es nur zwei große Schlussverkäufe: Sommer und Winter. Doch seitdem hat sich viel verändert. Zum Beispiel verheißen der Black Friday und die damit eingehende Cyberweek kurz vor der Weihnachtssaison eine Rabattschlacht sondergleichen. Fragt sich nur, was das Ganze soll – und ob es wirklich so günstig ist.

Bis zu 2 Milliarden Euro Umsatz werden für den diesjährigen Black Friday erwartet. In Zeiten des Dynamic Pricing und der damit verbundenen Transparenz in der Preisentwicklung ist die vermeintliche Rabattflut allerdings oft eine eher überschaubare Baggerseewelle.

Apple sei Dank!

Die Ursprünge des Black Friday sind in Übrigen legendenhaft – denn niemand weiß so ganz genau, wann er warum seinen Anfang nahm. Klar ist nur, dass er zu Beginn der 60er Jahre in den USA am Freitag nach Thanksgiving zelebriert wurde. Nach Deutschland kam der schwarze Freitag dann durch Apple im Jahr 2007, um den Abverkauf der iPods anzukurbeln. Mit dem Marktstart des iPhones und einem jährlichen Update auf das noch bessere, neue Gerät konnte man den jährlichen Abverkauf dann später direkt in die Geräte einbauen und automatisieren. Der seinerzeit boomende Online-Handel nahm die Anregung dennoch dankbar auf und übernahm ihn ab 2009 für viele Produkte und Branchen. Insbesondere Branchenriesen wie Amazon buhlen seitdem um die Gunst der Käufer – mit immensen Marketingkosten.

Nur heute – nur hier!

Ob sich der Black Friday wirklich lohnt, ist wie so vieles im Leben stark einzelfallabhängig. Dies liegt unter anderem daran, dass Händler statt des tatsächlichen Marktpreises die unverbindliche Preisempfehlung in Ihren Streichpreisen angeben. Auch das reichhaltige Instrumentarium der Verknappung führt dazu, dass „nur heute“ und „nur hier“, weil „stark begrenzt“, viele Deals am schwarzen Freitag über die Theke gehen. Verbraucherschützern neigen dabei zu Warnungen, dass Rabatte von „bis zu 90%“ möglicherweise nicht immer so zahlengenau zu interpretieren sind. Tatsächlich können Verbraucher im Mittel eher um die 40% sparen. Und das ist doch schon mal was! Das größte Sparpotential bietet die Softwarebranche mit knapp 70% und den geringsten Preisnachlass gibt es bei Elektronikartikel mit 27,4%.

Fazit: Wer am Black Friday ein echtes Schnäppchen macht, dem sei gratuliert. Wer hingegen den Rabattwundertag verpasst hat, kann beruhigt sein: Die Weihnachtssaison steht vor der Tür und direkt danach beginnt bereits der nächste Abverkaufsmarathon – vom Winterschlussverkauf über den Spring-Sale bis zu den Osterschnäppchenwoche. Nach dem Sale ist vor dem Sale – so war es schon immer.

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