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Quanten-Internet – Die neue Goldgräberstimmung?

Die Entwicklung und Verbreitung des Internets hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten das Zusammenleben und Wirtschaften auf der ganzen Welt verändert. Der Planet ist zu einem „global Village“ geschrumpft und ganze Wirtschaftszweige sind ohne das Internet nicht mehr denkbar. Wenn man in den Schlagzeilen also immer häufiger von dem kommenden Quanten-Internet liest, sollte man hellhörig werden. Gibt es vielleicht einen Internet-Boom nach dem Internet-Boom?

Tatsächlich könnte 2018 könnte der offensichtlichste Start zum Quanten-Internet erfolgen. Politik und Wirtschaft investieren in die zukunftsträchtige Technologie und die EU hat für entsprechende Forschung eine Milliarde Euro bereitgestellt. Auch China arbeitet intensiv an Lösungen. Der Grund: Ein Quantennetzwerk kann nach dem aktuellen Wissen prinzipiell nicht unbemerkt abgehört werden. Und da sichere Kommunikation die wohl größte Herausforderung im digitalen Zeitalter darstellt, könnte die Etablierung eines stabilen Quantennetzwerks durchaus die nächste Evolutionsstufe des Internets sein. Die Herausforderung für die Techniker besteht darin, das Licht in Glasfaserkabeln quantenmechanisch zu behandeln und funktionierende Verstärker zu entwickeln.

Sensible Technik

Zudem ist die Technologie äußerst sensibel, da sie in der Regel fast ausschließlich im Vakuum und bei sehr niedrigen Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt funktioniert. Dies setzt aufwändige Laborapparaturen voraus und schränkt die Nutzung dieser Technologie stark ein. Demensprechend stehen Quantencomputer bisher nur bei Banken, in Forschungseinrichtungen und bei Militärs im Einsatz. Kurzum – der Quantencomputer wird den klassischen Computer vorläufig nicht ersetzen.

Wie bei Star Trek: Teleportation

Wirklich erstaunlich: Eine Möglichkeit den Transfer eines Quantenzustandes zu erreichen, ist die sogenannte Quantenteleportation. Die Information verschwindet dabei an einem Ort und wird am anderen Ort rekonstruiert. Dies wurde bereits 1997 erfolgreich demonstriert und ist dementsprechend längst keine Zukunftsmusik mehr.

Unser Tipp: Es vielleicht noch etwas zu früh die Büroeinrichtung und den heimischen Rechner auf Quantentechnologie umstellen – auch wenn man sich frühzeitig auf neuen Technologien einstellen sollte. Dennoch macht es Sinn, diese revolutionäre Technologie im Auge zu behalten. Wer weiß, welche umwälzenden Änderungen sie in den nächsten Jahren mit sich bringt.

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