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Frohe Ostern: 10 skurrile Osterbräuche aus aller Welt

Das Osterfest steht vor der Tür. Kinder freuen sich bereits auf die spannende Eiersuche und die Erwachsenen auf ein paar schöne Tage mit den Lieben. So normal einem der alte Brauch der Eiersuche auch vorkommen mag – ein Chinese würde sich vermutlich darüber wundern. Aber es gibt noch mehr Bräuche im Zusammenhang von Ostern, die hierzulande für Verblüffung sorgen oder nur in einzelnen Orten praktiziert werden. Hier unsere Top Ten der sonderbaren Osterbräuche:

1.

In Wales führt die Freude der Wiederauferstehung dazu, dass die Bewohner der Ortschaft Tenby am Ostermontag vor Sonnenaufgang erst einmal drei Purzelbäume schlagen. Woher diese Tradition stammt ist nicht ganz klar.

2.

In einigen Regionen Polens kommt es zum „Tag des Wassergießens“. Vor allem junge Leute spritzen Vorbeikommende mit Wasser nass – das soll nicht nur erfrischen sondern auch Glück bringen.

3.

In vielen Regionen üblich – nur nicht unbedingt zu Ostern: Das Vertreiben des Winters wird im sauerländischen Hallenberg in der Nacht zum Ostersonntag mit viel Radau begangen. Die Burschen und Männer der Ortschaft versammeln sich zu diesem Zweck mit allerlei Krach machenden Instrumenten und ziehen lärmend durch die Straßen. Der Ursprung dieser Tradition wird in germanischen Bräuchen gesehen.

4.

In New York wird das Osterfest zum Anlass für eine große Parade genommen. Bei der so genannten Easter Parade marschieren die New Yorker in bunten Kostümen unter anderem über die Fifth Avenue. Die Märsche finden seit mehr als hundert Jahren statt.

5.

Was dem Deutschen sein Osterlamm ist dem Italiener seine Ostertaube. In Italien ist es Brauch zu Ostern einen Kuchen in Form einer Taube zu verspeisen. Die „Paloma di Pasqua“ schmeckt ähnlich dem Gugelhupf.

6.

Die Sitte des „Zwänzgerle“ ist eine schöne Idee aus der Schweiz für den heimischen Frühstückstisch:  Bei den Eidgenossen fordern Kinder Erwachsene zu einem Spiel heraus. Der Erwachsene wirft mit einer Münze auf ein hartgekochtes Ei. Prallt die Münze ab, darf sie das Kind behalten. Bleibt sie jedoch im Ei stecken, bekommt der Werfer sein Geld zurück und darf sich das Ei schmecken lassen.

7.

In manchen Orten Irlands werden an Ostern traditionell Heringe zu Grabe getragen! Die Fischbestattung ist  als Symbol für das Ende der Fastenzeit gedacht. In der Fastenzeit waren in Irland Fisch – wie der Hering – eine beliebte Alternative zu Fleisch. Nach vierzig Tagen jedoch wird der Abschied nicht allzu schwer gefallen sein.

8.

Der Hase ist nicht überall beliebt: Da Hasen bzw. Kaninchen als eingeschleppte Tierart in Australien auf zu wenige Fressfeinde traf, entwickelte sich der Bestand zur Plage. Daher ziehen die Australier den Bilby aus Schokolade vor. Das Tier aus der Gattung der Nasenbeutler ist vom Aussterben bedroht.

9.

Im Garten des Weißen Hauses werden seit mehr als einem Jahrhundert Eier mit Löffeln herumgerollt. Das traditionelle „White House Easter Egg Roll“ findet am Ostermontag zwischen 10 und 14 Uhr statt. Jeder Teilnehmer erhält einen vom Präsidenten und der First Lady signierten Holzlöffel zum Andenken.

10.

In Bulgarien geht es zum Teil an Ostern etwas ruppiger zu: Statt die Eier zu verstecken, wird sich mit ihnen beworfen! Wenn eines bei der Eierschlacht heil bleibt, dann ist dies ein Zeichen für Glück.

Frohe Ostern wünscht abcfinance!