Trend: Akku-Maschinen in Bau- und Kommunalwirtschaft

Elektromobilität wird in der Öffentlichkeit in erster Linie mit Autos und oft mit Schwächen assoziiert: Teuer in der Anschaffung, schlechte Infrastruktur und zu geringe Akkuleistung. Aber bei elektrisch angetriebenen Maschinen und Geräten sieht das anders aus. Der Markt ist die Zukunft.

Deutschland hat eine starke Position bei effizienten elektrischen Antrieben und Elektromotor-Patenten. Zumindest im großen Markt der Mehrphasen-Wechselstrommotoren (insgesamt über 10 Mrd. US $ Handelsvolumen) dominieren deutsche Hersteller, bei den einphasigen Wechselstrommotoren hat die Volksrepublik China den größten Anteil. Jenseits der Diskussionen um Marktstellung und Entwicklung in der Automobilindustrie, wächst der Markt und die Nachfrage nach akkubetriebenen Geräten und Maschinen auch in Deutschland nach wie vor.

„Wir merken an unseren Verkäufen, dass diese Antriebstechnik immer besser angenommen wird“, sagt Esther Schürmann, Prokuristin bei der unter anderem auf Kommunal- und Friedhoftechnik spezialisierten Wasserberg GmbH in Grevenbroich. Ein Vorteil ist das lautlose Arbeiten. „Wenn Sie beispielsweise an einen großen Friedhof denken. Da müssen die Arbeiten in der Regel weitergehen, auch wenn gerade eine Trauergemeinde anwesend ist. Ein Elektrotransporter oder ein akkubetriebenes Blasgerät für das Laub funktioniert lautlos – und sie stören bei gebührendem Abstand auch die Trauernden nicht“, schwärmt Schürmann. So können die Betriebe auch in der Mittagszeit in Wohngebieten oder rund um ein Krankenhaus ohne Lärmbelästigung weiterarbeiten. Ein weiterer Vorteil ist die weit geringerer Umweltbelastung bei ausreichender Akkuleistung. Schürmann: „Mit einer Motorsäge mit Elektroantrieb aus unserem Stihl-Programm können Sie beispielsweise sechs Stunden im Dauerbetrieb bei voller Leistung arbeiten – das ist mehr als in der Regel Non-Stop gearbeitet wird und damit völlig ausreichend“. Und Aufladen geht ganz schnell in einer ganz normalen Steckdose. Aber auch große Elektro-Baumaschinen wie ein Radlader hat Wassenberg inzwischen im Programm.

Zukunft der Kommunaltechnik
Die geräuscharmen Geräte und Maschinen sind mit ihren niedrigen Emissionswerten nicht nur umweltfreundlich, sie sind auch wirtschaftlich und verursachen geringere Betriebskosten. „Akkus, ferngesteuerte Roboter, das ist die Zukunft – auch für die Kommunen“, ist Schürmann sicher. Der Trend ist steigend und mittlerweile so stark, dass Hersteller von Lithium-Batterien gar nicht mehr nachkommen. Bei den Kleingeräten macht der Umsatz von Wassenberg mit akkubetriebenen Maschinen schon rund 20 Prozent aus, berichtet die Expertin. „Nimmt man die größeren Maschinen dazu, sind wir noch im einstelligen Prozentanteil“ – Aber auch hier sei die Tendenz steigend. Die Kunden nutzen hier insbesondere die Leasing und Mietkaufangebote von abcfinance, mit der Wassenberg seit mehr als zehn Jahren erfolgreich zusammenarbeitet.

 

Quelle Foto: ANDREAS STIHL AG & Co. KG

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