Internet-Telefonie auf dem Vormarsch

Nutzer von analogen Telefonen oder einem ISDN- mit DSL-Internetanschluss müssen handeln. Wer bis 2018 nicht auf Internet-Telefonie umstellen möchte, der muss ggf. den Provider wechseln. Die Telekom möchte analoge Telefone bis dahin abschaffen.

Die Digitalisierung soll eine zukunftsfähige Netzinfrastruktur, Sicherheit gegen Cyberangriffe und Wirtschaftsspionage sowie eine erhöhte Kapazität bringen, um die gigantischen Datenmengen schnell und sinnvoll verarbeiten zu können. Telefonieren via Internet ist auf dem Vormarsch. Unternehmen können durch eine Umstellung Kosten einsparen, aber sie müssen unter Umständen auch in neue Telefonanlagen und Endgeräte investieren – wobei Voice Over Internet Protocol (VoIP)-Telefone in der Regel teurer sind als ISDN-Telefone.

In den nächsten Jahren wollen bis zu 70 Prozent aller Unternehmen auf die VoIP -Technologie umstellen. Sie erhoffen sich vor allem eines: Kosteneinsparungen. Beispielsweise sinken neben den Administrationskosten auch die Infrastrukturkosten, da keine doppelte Verkabelung mehr nötig ist und VoIP-Anlagen meist leichter als klassische Telefonanlagen via Web-Interface administriert werden können. Der Administrator muss sich nur noch um ein Netzwerk kümmern, anstatt um ein Telefon- und Computernetzwerk.

Aber nicht nur diese Kosten sinken, sondern auch die Verbindungskosten. Die Anlage könnte auch von mehreren Unternehmensstandorten genutzt werden, die dann kostenlos miteinander telefonieren können. Zusätzlich können durch VoIP neue Geschäftsprozesse geschaffen werden. Trotzdem zögern noch einige Firmen. Sie befürchten u.a. eine schlechte Sprachqualität. Außerdem muss die Internetverbindung sehr leistungsfähig sein, was noch nicht in ganz Deutschland flächendeckend gegeben ist. Und auch das vorhandene Local Area Network (LAN) muss den VoIP-Traffic stemmen können. Daher sind oft Investitionen in neue Hardware nötig mit den entsprechenden Einrichtungskosten.

Kleine Unternehmen und Mittelständler, die längere Zeit nicht in die Infrastruktur und Netzwerktechnik investiert haben, können besonders betroffen sein. Hier muss genau analysiert werden, ob die Anlage und ggf. auch alle Endgeräte ausgetauscht werden müssen, oder ob Umrüstungen im ersten Schritt ausreichen.

Wer sich dann für die Umstellung auf VoIP entschieden hat, der sollte zunächst festlegen, welche Art von Endgeräten benötigt werden (Headset, Telefon, Adapter und so weiter) und ob sich ein Teil der alten Hardware weiterhin verwenden lässt. Spezialisierte Dienstleister helfen hier aber auch weiter.

Weitere Informationen
http://www.cebit.de/de/news-trends/news/digital-insights/artikel/voice-over-ip.xhtml

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